Als Gläubige in der Al-Haschahusch-Moschee in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa gerade dabei gewesen sind, Amerika und den Juden den Tod zu wünschen, fanden sie selbst den Tod, als ein Selbstmordattentäter sich in jenem Moment in der Moschee in die Luft sprengte.
Der Angriff auf die Moschee, die vor allem von schiitischen Huthi-Rebellen besucht wurde, eignete sich kurz nach einem weiteren Selbstmordanschlag auf die ebenfalls schiitisch genutzte Badr-Moschee im Süden der Stadt. Bei den beiden Anschlägen kamen laut des örtlichen Gesundheitsministeriums 137 Menschen ums Leben, 345 weitere Personen wurden verletzt.
In einem im Internet kursierenden Video, das vom Middle East Media Research Institute übersetzt wurde, ist zu erkennen, wie die Gläubigen in der Al-Haschahusch-Moschee Sekunden vor der Explosion Juden verfluchten und Israel den Tod wünschten, indem sie im Chor skandierten: „Amerika den Tod. Israel den Tod. Verflucht sind die Juden. Sieg für den Islam. Allah Akbar. Amerika den Tod…“
Im Internet bekannte sich ein bisher unbekannter Arm der sunnitischen Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) zu den Anschlägen. Bisher konnte die Echtheit des Bekennerschreibens nicht bestätigt werden, und es wird gegenwärtig überprüft, ob es sich bei den Terroristen tatsächlich um Angehörige des IS handelt. Die schiitischen Huthi-Rebellen kämpfen seit Jahren gegen das sunnitische Regime im Jemen. In den letzten Monaten nahmen sie die Hauptstadt ein, lösten im Januar das Parlament auf und zwangen den Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi in die südjemenitische Stadt Aden zu fliehen.




