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Drahtzieher der Teenager-Ermordung muss lebenslang ins Gefängnis

Der Drahtzieher der Entführung und Ermordung von drei israelischen Jugendlichen in Juni 2014, Hussam Kawasme, ist am Dienstag zu dreimal lebenslanger Haft verurteilt worden. Außerdem muss der 40-jährige Hamas-Anhänger den Familien der Opfer jeweils 250.000 Schekel (rund 53.000 Euro) Entschädigung zahlen. Die Eltern der drei ermordeten Jugendlichen waren anwesend, als das Urteil vor dem Militärgericht fiel.

Der Drahtzieher der Entführung und Ermordung von drei israelischen Jugendlichen in Juni 2014, Hussam Kawasme, ist am Dienstag zu dreimal lebenslanger Haft verurteilt worden. Außerdem muss der 40-jährige Hamas-Anhänger den Familien der Opfer jeweils 250.000 Schekel (rund 53.000 Euro) Entschädigung zahlen. Die Eltern der drei ermordeten Jugendlichen waren anwesend, als das Urteil vor dem Militärgericht fiel.

Avraham Fraenkel, der Vater des ermordeten Naftali Fraenkel, hatte sich während der Verhandlung vor dem Richtergremium geäußert und darum gebeten, Kawasme eine harte Strafe zu geben. „Im Gegensatz zu einem normalen Mord – wenn es so etwas überhaupt gibt – spielt hier eine weitere Komponente mit ein: 18 Tage lang galten unsere Kinder als entführt, bevor ihre Leichen gefunden wurden“, erklärte Fraenkel. „Verzweifelte Suche, Hoffnung und Angst bestimmten unsere Gedanken. Wir waren alle im Ungewissen und der, der Bescheid wusste, schwieg“, offenbarte der Vater seine Gefühle.

Eyal Yifrach, 19 Jahre alt, Naftali Fraenkel, 16, und Gilad Shaar, ebenfalls erst 16, wurden am 12. Juni vergangenen Jahres in der Nähe von Gush Etzion südlich von Jerusalem entführt und kurz darauf kaltblütig erschossen. Die Entführung führte zu einer ausgedehnten Suche in den Palästinensergebieten, bevor die Leichen der drei Jungen auf einem Feld in der Nähe von Hebron gefunden wurden.

Kawasme wird ebenfalls des Handels mit Kriegsmaterial beschuldigt, Behinderung der Justiz und Beherbergung von gesuchten Flüchtigen sollen ebenfalls auf sein Konto gehen. Für diese Punkte wurde er aber bislang noch nicht belangt. Der Verurteilte hatte zuvor bereits sechs Jahre in einem israelischen Gefängnis wegen Beteiligung an Terroranschlägen der Hamas gesessen.

Nach Angaben des israelischen Geheimdienstes Schin Bet war Hussam Kawasme nicht allein an der Entführung und Ermordung beteiligt: Sein Bruder Mahmoud Kawasme soll ebenfalls eine entscheidende Rolle gespielt haben. Letzterer lebt in Gaza und wurde im Jahr 2011 vorzeitig aus einem israelischen Gefängnis entlassen. Er war aufgrund seiner Mittäterschaft bei einem Selbstmordanschlag in Beerscheba zu 20 Jahren Haft verurteilt worden.

Die mutmaßlich ausführenden Täter der Entführung und der Morde, Marwan Kawasme und Amer Abu Aysha, waren in Hebron von israelischen Sicherheitskräften aufgestöbert und getötet worden, als sie sich ihrer Festnahme widersetzten.

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Patrick Callahan

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