Wer Handelsrouten kontrollierte, profitierte nicht nur durch Wohlstand, sondern gewann auch politischen Einfluss. Mehr als 3000 Jahre später scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Mit dem India–Middle East–Europe Economic Corridor (IMEC) entsteht ein neuer Wirtschaftskorridor, der Israel erneut zu einer strategischen Landbrücke zwischen Ost und West machen könnte. Während das Projekt für viele Staaten wirtschaftliche Chancen eröffnet, wächst in Teheran die Panik vor dem Verlust eines geopolitischen Druckmittels, nämlich die Kontrolle über den Handel durch die Straße von Hormus. Könnte der neue Korridor die Machtverhältnisse im Nahen Osten dauerhaft verändern und Israel erneut zu einem Knotenpunkt zwischen den Kontinenten machen?
Angesichts der militärischen Auseinandersetzungen um die Straße von Hormus wächst im Iran die Sorge, man könne einen seiner wichtigsten strategischen Vorteile verlieren. Bislang diente die Fähigkeit, die Freiheit der Schifffahrt in der Meerenge zu bedrohen, dem Mullah-Regime als eine Art Lebensversicherung. Gut unterrichtete Quellen berichten in israelischen Medien, dass sich in den letzten Wochen die Anzeichen wachsender Besorgnis innerhalb der iranischen Führung verstärkt haben. Nach...
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