Naher Osten

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Kolumbiens Anerkennung israelischer Souveränität auf den Golanhöhen empört arabische Staaten

Die Entscheidung Bogotás markiert einen dramatischen Neuanfang in den Beziehungen zwischen Israel und Kolumbien nach Jahren der Feindseligkeiten unter dem ehemaligen Präsidenten Gustavo Petro.

Kolumbien
Die kolumbianische Botschaft in Tel Aviv am 2. Mai 2024. Foto: Flash90

Kolumbien hat die israelische Souveränität über die Golanhöhen anerkannt und sich damit den Vereinigten Staaten angeschlossen – eine der deutlichsten diplomatischen Gesten, die Jerusalem seit Jahren aus Lateinamerika erhalten hat.

Außenminister Gideon Sa’ar bezeichnete diesen Schritt als „historisch“ und erklärte, er sei das Ergebnis seines Treffens mit dem neu gewählten kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella in der vergangenen Woche anlässlich seiner Amtseinführung in Bogotá.

Kolumbien erklärte, seine Entscheidung beruhe auf der Sicherheitslage, mit der Israel entlang seiner Grenzen konfrontiert sei, insbesondere nach dem Massaker vom 7. Oktober und dem darauf folgenden regionalen Krieg. Die kolumbianische Regierung wies auf die strategische Bedeutung der Golanhöhen hin und würdigte das Recht Israels, sich gegen externe Bedrohungen zu verteidigen.

Der syrische Bürgerkrieg, die Verfestigung der iranischen Präsenz in Syrien sowie wiederholte Drohungen seitens der Hisbollah und anderer vom Iran unterstützter Kräfte haben Jerusalems Standpunkt nur noch bekräftigt, dass die strategisch wichtige Anhöhe mit Blick auf Nordisrael für die Landesverteidigung unverzichtbar ist.

Arabische Staaten verurteilten Kolumbiens Entscheidung jedoch als einen Sieg für die „Besatzung“.

Ägypten, Katar, Jordanien, Kuwait, Saudi-Arabien und Syrien gaben allesamt Erklärungen ab, in denen sie diesen Schritt verurteilten.

Kolumbiens Entscheidung bezüglich der Golanhöhen ist Teil einer weitreichenderen diplomatischen Kehrtwende.

Unter dem ehemaligen Präsidenten Gustavo Petro brach Bogotá während des Krieges gegen die Hamas die Beziehungen zu Israel ab und wurde zu einem der schärfsten Kritiker Jerusalems in Lateinamerika. De la Espriella setzte sich im Wahlkampf dafür ein, diesen Schaden wieder gutzumachen.

Die neuen Vereinbarungen zwischen den beiden Regierungen umfassen Berichten zufolge die vollständige Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen, die sofortige Ernennung von Botschaftern, die Verlegung der kolumbianischen Botschaft nach Jerusalem, die Aufhebung der Visumpflicht, die Arbeit an einem Freihandelsabkommen sowie den Rückzug Kolumbiens aus Südafrikas Klage gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof.

Kolumbien plant laut dem israelischen Außenministerium zudem, die anti-israelische „Haager Gruppe“ zu verlassen.

Sa’ar erklärte, er werde sich weiterhin dafür einsetzen, andere Länder davon zu überzeugen, dem Beispiel Washingtons und Bogotás zu folgen und die israelische Souveränität über die Golanhöhen anzuerkennen.

Diese Wende erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Israel das Jahr 2026 zum „Jahr Lateinamerikas“ erklärt hat – als Teil einer umfassenderen Initiative zum Wiederaufbau und Ausbau von Partnerschaften in der gesamten Region.

Für Jerusalem ist der Schritt Kolumbiens ein willkommenes Zeichen dafür, dass einige Länder weiterhin bereit sind, die Sicherheitsrealität Israels ohne der üblichen diplomatischen Scheuklappen zu betrachten.

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Patrick Callahan

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