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Die meisten Terroristen des 7. Oktober wurden ausgeschaltet – Israels Gaza-Einsatz dauert an

Die Zahlen hinter dem Krieg zeichnen ein differenzierteres Bild, als es die bloßen Angaben zur Gesamtzahl der Todesopfer vermuten lassen.

Israelische Soldaten an einem Bereitstellungsraum außerhalb des Gazastreifens. Foto: Tsafrir Abayov/Flash90

Fast drei Jahre nachdem die Hamas ihren beispiellosen grenzüberschreitenden Angriff auf den Süden Israels gestartet hatte, erklären israelische Sicherheitsvertreter, dass die überwältigende Mehrheit der Terroristen, die am Massaker vom 7. Oktober beteiligt waren, ausgeschaltet worden ist.

Nach Angaben israelischer Medien wurden bislang 2.561 der Angreifer getötet, darunter rund 1.000, die bereits während der ersten Gefechte innerhalb Israels ums Leben kamen, als die IDF die Kontrolle über Ortschaften und Militärstützpunkte zurückerlangte. Israelische Schätzungen gingen seit Langem davon aus, dass rund 3.000 bewaffnete Terroristen während des Angriffs die Grenze überquerten. Demnach dürften heute nur noch mehrere Hundert der ursprünglichen Infiltratoren am Leben sein.

Die Suche nach den Verantwortlichen hat weiterhin höchste Priorität. Eine eigens eingerichtete gemeinsame Einsatzgruppe der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) und des Schin Bet verfolgt weiterhin die Teilnehmer des Massakers. Jüngste Präzisionsangriffe haben weitere Hamas-Terroristen ausgeschaltet, die unmittelbar an den Angriffen und der Geiselnahme beteiligt gewesen sein sollen.

Die Zahlen liefern zudem einen wichtigen Kontext für die weitergehenden Behauptungen rund um den Krieg im Gazastreifen.

Die internationale Kritik konzentriert sich häufig auf die Gesamtzahl der Todesopfer, ohne die Art des Konflikts zu berücksichtigen: Fast drei Jahre andauernder Kämpfe in einem der am dichtesten besiedelten städtischen Gebiete der Welt gegen bewaffnete Gruppen, die ihre Kommandozentralen, Waffen und Kämpfer gezielt in Wohnvierteln, Schulen, Krankenhäusern und Tunnelnetzwerken unterbringen.

Ebenso fehlt in vielen Diskussionen das Verhältnis zwischen zivilen und militärischen Todesopfern. Israelische Stellen schätzen, dass etwa die Hälfte der im Gazastreifen Getöteten Hamas- oder Terroristen des Palästinensischen Islamischen Dschihad (PIJ) waren. Daraus ergibt sich ein ungefähres Verhältnis von einem Zivilisten zu einem Kämpfer (1:1). Zwar sind die Angaben zu den Opferzahlen weiterhin umstritten, doch weisen Militärexperten darauf hin, dass ein solches Verhältnis – sofern es im Wesentlichen zutrifft – deutlich niedriger wäre als in vielen anderen jüngeren Stadtkämpfen gegen Aufstandsgruppen, die sich unter der Zivilbevölkerung bewegen.

Zivile Opfer sind immer eine Tragödie. Doch der Vorwurf eines „Völkermords“ wird durch diese Zahlen nicht nur nicht gestützt – er erscheint angesichts dieser Daten als absurd.

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Patrick Callahan

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