(JNS) Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich schon die Frage gehört habe: Warum gewähren die Vereinigten Staaten Israel 3,8 Milliarden Dollar (ca. 3,2 Millarden Euro) Militärhilfe? Oder: Was bekommen die Vereinigten Staaten als Gegenleistung für diese 3,8 Milliarden Dollar? Wenn sie ernst gemeint sind, sind das berechtigte Fragen, und die US-Steuerzahler verdienen fundierte Antworten. Auslandshilfe sollte stets unter dem Gesichtspunkt der amerikanischen Interessen betrachtet werden.
Erstens gehen Diskussionen über die Hilfe für Israel oft von der Annahme aus, dass die Vereinigten Staaten einfach Geld verschenken und dafür wenig zurückbekommen. Das ist nicht wahr und beruht auf einer Annahme, die sowohl die Funktionsweise der Hilfe als auch die Vorteile ignoriert, die die Vereinigten Staaten von einem ihrer engsten Verbündeten haben. Tatsächlich sollte man die US-Hilfe für Israel nicht als Geldtransfer, sondern als langfristige strategische Investition betrachten. Eine bessere Frage ist daher, ob diese Investition für die Vereinigten Staaten Erträge gebracht hat. Betrachtet man die Zusammenarbeit im Bereich der Nachrichtendienste, militärische Innovationen, technologische Entwicklungen, strategischen Zugang und gemeinsame Sicherheitsinteressen, lautet die Antwort eindeutig „Ja“.




