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Israel friert Gespräche über Wizz-Air-Drehkreuz in Tel Aviv ein, nachdem die Airline die Rückkehr verzögert

Der ungarische Billigflieger verhandelte über die Eröffnung einer Basis am Ben-Gurion-Flughafen in diesem Jahr.

Ein Wizz-Air-Flugzeug hebt im Januar 2026 vom internationalen Flughafen Ben-Gurion nahe Tel Aviv ab. Foto: Matt Kaminsky/JNS.

(JNS) Das israelische Verkehrsministerium teilte am Donnerstag mit, dass es die Verhandlungen mit dem ungarischen Billigflieger Wizz Air über das geplante Drehkreuz in Israel eingefroren hat – wegen der Verzögerung bei der Wiederaufnahme des Flugbetriebs nach Tel Aviv nach dem Krieg mit dem Iran.

Der Schritt kommt zu einem turbulenten Zeitpunkt für die israelische Luftfahrtbranche: Die meisten internationalen Fluggesellschaften fliegen das Land aufgrund der anhaltenden regionalen Instabilität noch immer nicht an, und die Flugpreise bei israelischen Airlines sind in diesem Frühjahr bereits ungewöhnlich hoch.

Die beliebte europäische Billigfluggesellschaft, die vor dem Krieg gemessen am Passagieraufkommen der größte ausländische Carrier in Israel war, hatte die Eröffnung eines Drehkreuzes am internationalen Ben-Gurion-Flughafen geplant. Doch der US-israelische Angriff auf den Iran am 28. Februar veranlasste alle internationalen Fluggesellschaften erneut, den Betrieb in der Region einzustellen.

Während ein Dutzend ausländischer Carrier den Flugbetrieb nach Tel Aviv seitdem wieder aufgenommen hat – darunter zwei emiratische Fluggesellschaften – haben die großen amerikanischen und europäischen Airlines dies nicht getan.

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat ihre strengen Flugwarnungen für den israelischen und nahöstlichen Luftraum aufgrund anhaltender regionaler Sicherheitsrisiken bis mindestens 12. Mai verlängert.

Wizz hat seine Rückkehr nach Israel wiederholt verschoben, was israelische Verkehrsbeamte verärgerte, die gehofft hatten, die Airline würde den Betrieb früher als andere Carrier wieder aufnehmen – wegen deren Plan, ein lokales Drehkreuz zu eröffnen.

Israelische Reisebüros bezeichneten die Entscheidung des Verkehrsministeriums, die Verhandlungen mit Wizz Air einzufrieren, als nachvollziehbar.

„Es ist unmöglich, einerseits über die Errichtung einer bedeutenden Betriebsbasis in Israel zu sprechen und andererseits den regulären Flugbetrieb nach Israel nicht wieder aufzunehmen – zu einer Zeit, in der der Markt und der lokale Tourismus Stabilität und echtes Engagement seitens der Fluggesellschaften benötigen“, sagte Yoni Waksman, stellvertretender Vorsitzender des israelischen Reiseveranstalters Ophir Tours, am Donnerstag gegenüber JNS.

Er wies darauf hin, dass sich der israelische Luftfahrtmarkt auch in Krisenzeiten stets als profitabel und loyal erwiesen habe.

„Gerade jetzt ist es wichtig, dass Unternehmen weiterhin operieren und sowohl Kontinuität als auch Service bieten“, sagte Waksman. „Letztendlich sollten strategische Partnerschaften auch auf Vertrauen, gegenseitigem Engagement und tatsächlicher Präsenz im Markt basieren.“

Laut Shirley Cohen Orkaby, Vizepräsidentin von Eshet Tours: „Es besteht kein Zweifel, dass dieser Schritt das Vertrauen in israelische Fluggesellschaften stärken wird, insbesondere in angespannten Zeiten wie den aktuellen. Die Verzögerung beim Aufbau von Wizz‘ Basis könnte den Wettbewerb beeinträchtigen und die Ausweitung des Flugangebots einschränken. Jede zukünftige Vereinbarung muss jedoch sicherstellen, dass der verstärkte Wettbewerb unter fairen und gleichen Bedingungen für israelische Airlines stattfindet, damit diese langfristig operieren können und gleichzeitig die israelische Öffentlichkeit von besseren Preisen und einem breiteren Flugangebot profitieren kann.“

Die Initiative zur Errichtung eines Drehkreuzes durch eine internationale Fluggesellschaft – auf die israelische Carrier mit heftigem Widerstand reagierten, aus Angst, Kunden zu verlieren – sollte den Luftfahrtmarkt aufmischen und die Flugpreise drastisch senken.

„Man hofft, dass die Verhandlungen fortgesetzt werden, sobald die Normalität zurückkehrt“, sagte Mark Feldman, Geschäftsführer von Ziontours in Jerusalem. „Ausgesetzt bedeutet nicht, dass der Deal gecancelt ist.“

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Patrick Callahan

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