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Israel ist schockiert und betet für Amerika nach dem neuesten Attentatsversuch auf Trump

Netanjahu sagt, Trump sei „unversehrt und wohlauf“, nachdem ein Bewaffneter vor einer Veranstaltung in Washington das Feuer eröffnet hatte; Jerusalem warnt vor politischer Gewalt.

US-Präsident Donald Trump mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu während einer Sondersitzung zu Ehren von Präsident Trump in der Knesset, am 13. Oktober 2025. Foto: Yonatan Sindel/Flash90
US-Präsident Donald Trump mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu während einer Sondersitzung zu Ehren von Präsident Trump in der Knesset, am 13. Oktober 2025. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Israelische Politiker verurteilten am Sonntag scharf und einhellig den bewaffneten Angriff vor dem „White House Correspondents’ Dinner“ in Washington, nachdem US-Präsident Donald Trump, First Lady Melania Trump, Vizepräsident JD Vance und weitere hochrangige Amtsträger unverletzt in Sicherheit gebracht worden waren.

Premierminister Benjamin Netanjahu sagte, er und seine Frau Sara seien „schockiert“ über den Angriff, aber erleichtert, dass der Präsident und die First Lady „unversehrt und wohlauf“ seien. Er wünschte zudem dem verletzten Polizeibeamten gute Besserung und lobte den US-Geheimdienst für sein „schnelles und entschlossenes Handeln“.

Präsident Isaac Herzog erklärte, Israel bete für die „Sicherheit der Vereinigten Staaten von Amerika und ihrer Führung“ und bezeichnete den Vorfall als „abscheulichen Anschlag“. Herzog fügte hinzu, Israel sei dankbar, dass der bei dem Anschlag angeschossene Polizist wohlauf sei und sich erhole.

Außenminister Gideon Sa’ar äußerte sich noch deutlicher: „Null Toleranz gegenüber politischer Gewalt.“ Er erklärte, Israel stehe „Schulter an Schulter“ mit den Vereinigten Staaten und Trump, und lobte die amerikanischen Sicherheitskräfte dafür, dass sie den Angreifer unschädlich gemacht hätten.

US-Berichten zufolge wurde der Verdächtige als der 31-jährige Cole Allen aus der Gegend von Los Angeles identifiziert. Den Behörden zufolge war er mit einer Schrotflinte, einer Handfeuerwaffe und Messern bewaffnet und soll allein gehandelt haben. Israelische Medien berichteten unter Berufung auf US-Berichte, dass Allen die Wahlkampagne der ehemaligen US-Vizepräsidentin Kamala Harris finanziell unterstützt hatte.

 

Ein gefährlicher Job

Der Anschlag hat den inneren Kreis der amerikanischen Führung nicht erreicht. Das ist die gute Nachricht.

Wichtiger ist jedoch, dass er die zunehmende Verbreitung politischer Gewalt im Westen offenbart. Wie bei anderen Anschlägen auf Trump musste der Schütze nicht erfolgreich sein, um deutlich zu machen, dass das öffentliche Leben in Amerika mittlerweile im Schatten einer zunehmend normalisierten Bedrohung stattfindet.

Der Präsident selbst scherzte darüber in einer Pressekonferenz kurz nach dem Vorfall. Präsident der Vereinigten Staaten zu sein, sei „ein gefährlicher Job“, witzelte er.

Israel versteht dies besser als die meisten anderen. Politiker, Soldaten, Diplomaten und Zivilisten haben alle dieselbe bittere Erfahrung gemacht: Rhetorik bleibt nicht für immer nur Rhetorik. Irgendwann beschließt jemand, der labil, radikalisiert oder einfach nur entschlossen ist, die aufgeheizte Stimmung in Taten umzusetzen.

Angesichts der Erfahrungen Israels in diesem Bereich waren die Reaktionen seiner Politiker nicht bloße diplomatische Höflichkeit, sondern Ausdruck einer tiefen Einsicht.

Amerika ist Israels engster Verbündeter. Wenn die gewählte Führung der Vereinigten Staaten ins Visier genommen wird, schaut Israel nicht tatenlos zu. Gerade unter den gegenwärtigen Umständen sehen viele in Israel einen Angriff auf die Trump-Regierung zumindest teilweise auch als Angriff auf den jüdischen Staat und dessen Zukunft.

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Patrick Callahan

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