Nach dem iranischen Raketenangriff auf die nordisraelische Hafenstadt Haifa am Sonntagabend haben Einsatzkräfte in der Nacht zum Montag insgesamt vier Tote unter den Trümmern geborgen. Die Rakete schlug in einem Wohngebiet ein und verursachte schwere Schäden.
Feuerwehr und Rettungskräfte arbeiteten über Stunden gemeinsam mit dem Heimatschutzkommando der israelischen Armee an der Unglücksstelle. Dabei wurden zunächst zwei Verschüttete ohne Lebenszeichen entdeckt. Zwei weitere Personen galten zwischenzeitlich als vermisst, wurden jedoch nach aktuellen Berichten ebenfalls tot unter den Trümmern gefunden. Die Such- und Bergungsarbeiten wurden unter Hochdruck fortgesetzt.
Nach ersten Erkenntnissen hatte die israelische Luftabwehr versucht, die Rakete abzufangen, konnte den Einschlag jedoch nicht verhindern. Die israelischen Streitkräfte untersuchen derzeit die Gründe für das gescheiterte Abfangen.
Gleichzeitig verdichten sich Hinweise, dass der Gefechtskopf der Rakete nicht vollständig detonierte. Mehrere israelische Medien berichten, dass der Sprengsatz möglicherweise nur teilweise explodierte oder sogar intakt geblieben sein könnte. Sicherheitskräfte prüfen diese Angaben derzeit. Sollte sich dies bestätigen, könnte dies erklären, warum die Zerstörung trotz der erheblichen Sprengkraft der Rakete vergleichsweise begrenzt blieb.
Neue Angriffe am Montagmorgen
Auch am Montagmorgen gingen die Angriffe weiter. Zunächst wurde der Norden Israels erneut beschossen, wo Sirenen in mehreren Ortschaften ausgelöst wurden. Kurz darauf folgten Angriffe auf das Zentrum des Landes, wo nach israelischen Angaben auch Streumunition eingesetzt wurde.
Der Rettungsdienst Magen David Adom behandelte dabei eine 34-jährige Frau in Petach Tikwa, die von Splittern getroffen wurde, und brachte sie in ernstem Zustand ins Krankenhaus. In Tel Aviv erlitt ein Mann in den Dreißigern leichte Verletzungen durch Glassplitter.
Im weiteren Verlauf wurden auch im Süden des Landes Sirenen ausgelöst. Verletzte wurden dort nicht gemeldet.




