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Hisbollah feuert erstmals seit Waffenruhe von 2024 Raketen auf den Raum Tel Aviv

Beschuss aus dem Südlibanon löst Luftalarm in Zentralisrael aus – israelische Armee greift Abschussstellungen und Infrastruktur der Miliz im Libanon an.

Menschen suchen Schutz in einer Tiefgarage in Tel Aviv, nachdem Luftalarm vor Raketenbeschuss ausgelöst wurde, 3. März 2026. Foto: Chaim Goldberg/Flash90

Die libanesische Terrororganisation Hisbollah hat erstmals seit der Waffenruhe mit Israel im November 2024 Raketen auf den Großraum Tel Aviv abgefeuert. Nach Angaben der israelischen Armee wurden in der Nacht mehrere Geschosse aus dem Südlibanon in Richtung Zentralisrael abgefeuert.

In Teilen der Metropolregion Tel Aviv heulten Luftalarmsirenen. Das israelische Raketenabwehrsystem fing mehrere der Geschosse ab. Weitere Raketenreste fielen nach Militärangaben in offenem Gelände. Über größere Schäden wurde zunächst nichts bekannt.

Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, dass ein Mann verletzt wurde, als er während des Alarms in der Stadt Holon südlich von Tel Aviv in einen Schutzraum lief. Er erlitt eine Kopfverletzung und wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Erste Raketen auf Zentralisrael seit der Waffenruhe

Der Angriff markiert eine deutliche Eskalation an der Nordfront. Seit der von den USA vermittelten Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah im November 2024 waren Raketenangriffe auf Zentralisrael ausgeblieben.

Seit Inkrafttreten der Vereinbarung blieb die Grenze zwischen Israel und dem Libanon weitgehend ruhig. Gleichzeitig führte die israelische Armee wiederholt Luftangriffe gegen Hisbollah-Infrastruktur im Libanon durch, um nach Militärangaben den Wiederaufbau militärischer Fähigkeiten der Miliz zu verhindern.

Bereits in der Nacht zum 2. März wurden Raketen und Drohnen aus dem Libanon auf Nordisrael abgefeuert. Israel reagierte darauf mit Luftangriffen auf Hisbollah-Ziele im Libanon, darunter auch Einrichtungen im Raum Beirut. Der Raketenbeschuss des Großraums Tel Aviv stellt nun eine weitere Eskalation dar.

Israel greift Ziele der Hisbollah an

Nach dem Raketenbeschuss auf den Großraum Tel Aviv griffen die israelischen Streitkräfte Ziele der Hisbollah im Südlibanon an. Nach Angaben der Armee richteten sich die Luftschläge gegen Abschussstellungen sowie weitere militärische Infrastruktur der Organisation.


Parallel dazu verstärkte die Armee ihre Einsatzbereitschaft entlang der Nordgrenze. Ziel sei es, weitere Angriffe auf israelisches Gebiet zu verhindern.

Die Hisbollah gilt als wichtigste militärische Stellvertreterorganisation des Iran in der Region und verfügt nach israelischen Schätzungen über ein großes Arsenal an Raketen und Drohnen.

Mit dem Raketenbeschuss auf den Raum Tel Aviv erreicht der Konflikt an der israelisch-libanesischen Grenze eine neue Eskalationsstufe, während sich die Spannungen im gesamten Nahen Osten weiter verschärfen.

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Patrick Callahan

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