Die Vereinten Nationen hatten schon immer ein kompliziertes Verhältnis zu Israel. Aber die erneute Ernennung von Francesca Albanese zur UN-Sonderberichterstatterin für die Palästina-Frage markiert einen neuen und alarmierenden Tiefpunkt. Albanese, die von den Vereinten Nationen als „unabhängige Expertin“ eingesetzt wurde, hat sich von heftiger Kritik zu faschistischer Rhetorik und Taktik entwickelt. Während sie Israelis beiläufig als Nazis bezeichnet, ist es ihr eigenes Verhalten, das zunehmend an das autoritäre Vorgehen der 1930er Jahre erinnert.
Das jüngste Beispiel ist erschreckend. Nach einem antiisraelischen Angriff auf die Büros der italienischen Zeitung La Stampa am 28. November reagierte Albanese nicht mit einer Verurteilung der Gewalt, sondern mit dem Vorschlag, die Tat solle „als Warnung an die Presse dienen“, ihre Berichterstattung über Gaza zu ändern. Diese Äußerung wurde weithin als Einschüchterung von Journalisten interpretiert – eine als Ratschlag getarnte Drohung.
Ihre eigenen Vorgesetzten bei der UNO sahen sich gezwungen, sich von ihr zu distanzieren. UN-Sprecher Stéphane Dujarric betonte, dass Journalisten „niemals eingeschüchtert werden dürfen“ und ihre Arbeit frei von physischen oder verbalen Drohungen ausüben können sollten. Er verzichtete jedoch darauf, Albanese zu rügen.
Dies war kein einmaliger Ausrutscher. In ihren Äußerungen über Jahre hinweg hat Albanese:
- den antisemitischen Charakter des Massakers vom 7. Oktober geleugnet, obwohl es eindeutige Beweise dafür gibt, dass Juden gerade weil sie Juden waren, zur Zielscheibe wurden.
- angedeutet, dass Juden die US-Politik kontrollieren, und dabei auf klassische Verschwörungstheorien über die „jüdische Lobby“ Bezug genommen.
- Israelis mit Nazis verglichen – genau die Taktik, die historisch verwendet wurde, um die Existenz der Juden zu delegitimieren.
Dies sind keine Randbemerkungen, die bei einer Protestkundgebung gerufen werden – es sind Aussagen einer hochrangigen UN-Beamtin, die die weltweite Meinung mitgestalten kann.
Es ist keine Überraschung, dass jüdische und pro-israelische Organisationen sie als Antisemitin verurteilt haben. Führende Politiker in den USA und Europa haben ähnliche Bedenken geäußert. Selbst Frankreich und Deutschland – die normalerweise die ersten sind, die sich antisemitischen Äußerungen hingeben – haben ihre aufwieglerischen Bemerkungen verurteilt.
Die Ironie ist fast zu groß: Während Albanese den Juden vorwirft, sich wie Nazis zu verhalten, spiegelt sie selbst zunehmend das historische Verhalten des Faschismus wider – sie macht Juden zu Sündenböcken, delegitimiert ihre Rechte und bedroht nun die freie Presse.
Genau so beginnt Totalitarismus:
- Wähle eine verhasste Minderheit aus
- Verbreite Verschwörungstheorien über ihre Macht
- Greife jeden an, der diese Erzählung in Frage stellt
Dass eine Persönlichkeit wie Albanese von der UNO legitimiert wird, sollte jeden schockieren, dem Demokratie am Herzen liegt – oder der sich an die Geschichte erinnert.
Und doch bleibt sie in ihrem Amt, geschützt durch die bürokratische Fiktion, dass UN-Berichterstatter „unabhängig” und daher nicht rechenschaftspflichtig sind. Dujarric hat sogar angemerkt, dass ihre Rolle sie für Generalsekretär António Guterres praktisch unantastbar macht.
Und so stehen wir nun da: Die weltweit prominenteste Menschenrechtsorganisation gibt jemandem, der mit klassischen antisemitischen Narrativen handelt – und nun auch noch die Einschüchterung von Journalisten gutheißt –, ein globales Sprachrohr und diplomatische Immunität.
Wieder einmal sind Juden das Ziel. Und wieder einmal zuckt die internationale Gemeinschaft mit den Schultern.
Es wäre beruhigend, Albanese als extremistische Randfigur abzutun. Aber das ist sie nicht. Sie ist die offizielle Stimme, die die UNO ausgewählt hat, um gegenüber der Welt über Israel zu sprechen. Ihr Abstieg in faschistische Rhetorik ist nicht nur ein Problem für Juden – es ist eine Warnung für uns alle.
Denn die Geschichte lehrt uns immer wieder eine Lektion: Wenn der Hass auf Juden normalisiert wird, steht die Freiheit selbst auf dem Spiel.
Wenn die Vereinten Nationen auch nur einen Funken moralischer Glaubwürdigkeit bewahren wollen, gibt es nur eine verantwortungsvolle Vorgehensweise: Entfernen Sie Francesca Albanese. Nicht später. Jetzt.




