Die israelische Armee hat in den vergangenen 40 Tagen intensive Operationen zur Zerstörung der verbliebenen Hamas-Tunnel in Ost-Rafah durchgeführt. Nach Angaben der IDF wurden dabei Dutzende unterirdische Schächte, Verbindungsrouten und weitere terroristische Infrastrukturen über und unter der Erde neutralisiert.
An dem Einsatz beteiligt waren Einheiten der Nahal- und Golani-Brigaden sowie Spezialkräfte des Yahalom-Pionierkorps, geführt von der Gaza-Division. Laut dem Militär wurden allein in der vergangenen Woche mehr als 40 bewaffnete Terroristen entlang der Tunnelstrecken getötet.
In der Nacht zu Samstag eliminierte die IDF vier weitere Terroristen, die aus einem der belagerten Tunnel aufgetaucht waren. Israelische Medien berichteten, dass unter den Getöteten möglicherweise der Kommandeur des Hamas-Bataillons „Ost-Rafah“ gewesen sein könnte, der für den gesamten Tunnelkomplex in diesem Gebiet verantwortlich war. Channel 14 berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, dass bei der Operation auch sein Stellvertreter sowie ein Sicherheitsmann getötet worden seien. Eine offizielle Bestätigung der IDF liegt bislang nicht vor.
Nach Angaben des Militärs befinden sich die Einsatzkräfte weiterhin vor Ort und operieren im Rahmen der geltenden, von den USA vermittelten Waffenstillstandsvereinbarung. Ziel sei es, verbleibende unmittelbare Bedrohungen für die Gemeinden im westlichen Negev zu beseitigen.
Die Operation findet vor dem Hintergrund diplomatischer Spannungen statt. Mehrere Berichte deuten darauf hin, dass Washington Druck auf Jerusalem ausübt, die in den Tunneln eingeschlossenen Hamas-Terroristen nicht gezielt zu töten, um die Stabilität der Waffenruhe nicht zu gefährden.
In der vergangenen Woche hatten etwa 20 Terroristen versucht, aus dem Rafah-Tunnelnetz zu entkommen. Einige ergaben sich und wurden zur Befragung nach Israel gebracht, andere kamen in den Gefechten ums Leben.
Die IDF erklärte, die Zerstörung der Tunnel werde fortgesetzt, bis von ihnen keine operative Bedrohung mehr ausgehe.




