Israel hat dem Iran kürzlich über westliche Vermittler eine Botschaft übermittelt, in der deutlich gemacht wurde, dass es kein Interesse daran hat, weitere Angriffe auf iranischem Boden zu starten. Doch laut einem ranghohen westlichen Diplomaten war Teherans unverblümte Antwort, „Israel lügt“ – was Befürchtungen über Fehleinschätzungen und eine potenziell tödliche neue Gewaltwelle schürt.
Dem Diplomaten zufolge – der sich in Nahost-Angelegenheiten bestens auskennt und unter der Bedingung der Anonymität sprach – sorgt sich der Westen nicht vor einem groß angelegten Krieg, sondern vor einer kurzen, brutalen Eskalation, die aus einer iranischen Fehleinschätzung heraus entstehen könnte. „Wir sehen derzeit keinen starken Vorstoß des Iran, sein Atomprogramm wieder aufzunehmen“, sagte der Diplomat. „Woran sie mit Dringlichkeit arbeiten, ist der Wiederaufbau des ballistischen Raketenprogramms.“
Laut demselben Vertreter haben iranische Stellvertreter – wie die Huthi-Rebellen im Jemen – den jüngsten 12-Tage-Krieg im Juni untersucht und daraus Lehren gezogen. Diese Gruppen, sagte er, planten nun, 500 bis 1.000 Raketen auf einmal abzufeuern, anstatt der kleineren Salven, die man bisher gesehen hat.
Unterdessen beschrieb der Diplomat die nukleare...
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