Edy Cohen ist ein in Libanon geborener Jude, der in Israel lebt. Trotz seiner zionistischen Haltung ist er in der arabischsprachigen Welt als Nachrichtkommentator in den sozialen Medien sehr bekannt, mit 950.000 Followern auf seinem arabischen X-(Twitter)-Konto. Viele Menschen in muslimischen Ländern betrachten Edy als objektive Nachrichtenquelle, da sie ihren offiziellen arabischen Medien misstrauen. In dieser Woche veranstaltete Edy ein Treffen von Führern verschiedener Minderheitengruppen, die zu den schlimmsten Opfern in unserer Nachbarschaft – der größeren syrisch-irakischen Region – gehören. Dutzende Vertreter kamen zusammen, viele von ihnen Exilanten aus Europa und Nordamerika, die aus Irak und Syrien geflohen waren. Es sind Kurden, Assyrer-Aramäer, Drusen, Jesiden und Alawiten. All diese Gruppen sind von genozidalen Angriffen betroffen, und einige ihrer Anführer bitten darum, sich unter dem Schutz Israels zu vereinen.
In unsererem kommenden Israel Heute Magazin und später auch online werden wir einen ausführlicheren Bericht und eine Analyse bringen, doch hier zunächst einige erste Eindrücke …
Zu sehen, wie arabische Vertreter sich in Tel Aviv unter israelischer Flagge vereinen, den jüdischen Staat loben und bewundern – viele von ihnen zumindest dem Namen nach Muslime –, war ein Anblick, den ich (David) noch nie erlebt hatte. Ich hörte, wie sie die israelischen (jüdisch-christlichen) Werte des Lebens scharf den dschihadistischen Werten von Grausamkeit und Tod gegenüberstellten.
Erinnerung an biblische Prophezeiung
Am Eingang des Versammlungssaals verteilten orthodoxe Juden an die Teilnehmer ausgerechnet Exemplare der Tora auf Arabisch, mit arabischem Kommentar. Dieses Teilen der hebräischen Offenbarungsschrift und die gesamte Initiative wirkten wie ein Ereignis, das von den alten hebräischen Propheten vorhergesagt wurde. Tatsächlich erinnern die Gräueltaten muslimischer Diktatoren und dschihadistischer Milizen unheimlich an den „grausamen Herrn“ aus Jesaja 19,4. Der radikale Islam und der Dschihadismus treiben Minderheitengruppen, Nachkommen „Ismaels“, in die verblüffte, aber einladende Umarmung der Nachkommen „Isaaks“.
„An jenem Tag wird Israel das Dritte sein mit Ägypten und Assur, ein Segen inmitten des Landes.“ (Jesaja 19,24, KJV)
Verzweifelter Mut der drusischen Minderheit in Syrien
„Das geliebte Israel hat bewiesen, dass es das einzige Land im Nahen Osten und in der Welt ist, das die Einheit und das Wohlergehen der Volksgruppen schützt!“ So lautete die Aussage von Scheich Marwan Kiwan, einem weißbärtigen drusischen Führer in Syrien. Er hielt seine Rede per Videokonferenz, hinter ihm auf dem Bildschirm die israelische Flagge. Eine solche Identifikation mit dem zionistischen Staat wäre während der Tyrannei der Assads undenkbar gewesen – und ist selbst jetzt ein Akt verzweifelten Mutes, da Syrien weiterhin unter der Kontrolle von Dschihadisten steht.
Warum also überschüttet der Scheich Israel mit solchen Komplimenten?!
Der syrische Scheich bezog sich ausdrücklich darauf, dass Israel den drusischen Gemeinschaften in Syrien auf vielfältige Weise geholfen hat – einschließlich militärischer Unterstützung durch Luftangriffe. Seit April 2025 sind die Drusen Ziel von Angriffen durch die sunnitischen Streitkräfte des neuen syrischen Dschihadführers al-Dschulani und anderer lokaler Milizen geworden. Die Massaker ereigneten sich vor allem in der Region as-Suwaida im Süden Syriens, östlich der israelischen Golanhöhen – darunter Entführungen, sexuelle Gewalt und Mord.
Mehr darüber in der kommenden Ausgabe von Israel Heute!




