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„Gaza brennt“ – Israels Kampf um die Geiseln und gegen die Hamas

Verteidigungsminister Katz: „Die IDF schlägt mit eiserner Faust auf die Terrorinfrastruktur ein und kämpft für die Freilassung der Geiseln und die Niederlage der Hamas.“

Rauch steigt aus dem Al-Ghafri- Hochhaus in Gaza-Stadt auf, nachdem es am 15. September 2025 von einem israelischen Luftangriff getroffen wurde. Foto: Omar Mohammed/Flash90

Israels Verteidigungsminister Israel Katz fand am Dienstagmorgen drastische Worte: „Gaza brennt.“ Während die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) ihre Offensive ausweiten, betonte er, dass es um zwei zentrale Ziele gehe – die Befreiung der Geiseln und die endgültige Niederlage der Hamas. Jerusalem werde nicht nachlassen und nicht zurückweichen, bis die Mission erfüllt sei, schrieb Katz in einem Beitrag auf X. Die Armee schlage mit eiserner Faust auf die Terrorinfrastruktur ein, und die Soldaten kämpften mit Mut, um die Voraussetzungen für die Freilassung der Verschleppten zu schaffen.

Zur selben Zeit erklärte US-Außenminister Marco Rubio, der Israel auf dem Weg nach Doha verließ, die Offensive zur Einnahme von Gaza-Stadt habe bereits begonnen. Israel habe damit ein sehr knappes Zeitfenster eröffnet. „Wir reden nicht mehr von Monaten. Es geht um Tage, vielleicht Wochen“, sagte Rubio. Washingtons erste Wahl sei eine Verhandlungslösung, doch am Ende müsse Hamas entwaffnet werden.

In der Nacht zuvor hatte die Armee gemeldet, dass 21 hochrangige Mitglieder des von Iran gesteuerten Palästinensischen Islamischen Dschihad gezielt ausgeschaltet wurden – darunter führende Köpfe der Waffenproduktion, Artillerie- und Scharfschützenkommandanten. Unter den Getöteten befand sich Mohammad Radwan Ramadan Mushtaha, verantwortlich für Waffenentwicklung im Norden, ebenso wie Amir al-Shaam Faiz Wadi, Kommandeur der Scharfschützeneinheiten der Khan-Younis-Brigade. Auch Jamal Mahmoud Salem Ma’amar, zuständig für Artillerie in Rafah, sowie Fazel Zakariya Ahmad Abu al-Ata, ein Sektor-Kommandeur in Gaza, wurden eliminiert. Die IDF betonte, dass bereits Hunderte Terroristen seit Beginn der Bodenoffensive ausgeschaltet worden seien und man weiterhin entschlossen gegen alle Terrororganisationen im Gazastreifen vorgehen werde.

Unterdessen erschütterten massive Luftangriffe Gaza-Stadt. Nach Angaben von Kanal 12 griff die Luftwaffe Dutzende Ziele an. Ein Sicherheitsvertreter sprach von „intensiven und bedeutenden Schlägen“. Selbst in Zentralisrael waren die Detonationen noch zu hören.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erinnerte an die Leitlinien seines Kabinetts: die Entwaffnung der Hamas, die Rückkehr der 48 noch verbliebenen Geiseln, die Demilitarisierung des Gazastreifens, israelische Sicherheitskontrolle und die Schaffung einer alternativen zivilen Verwaltung. Am Montagabend dankte er US-Präsident Donald Trump für dessen „unerschütterliche Unterstützung im Kampf gegen die Hamas und bei der Freilassung aller Geiseln“. Trump hatte zuvor gewarnt, Hamas habe Geiseln an die Oberfläche gebracht, um sie als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen. „Das ist eine menschliche Gräueltat, wie sie die Welt selten gesehen hat“, schrieb er. „Lasst das nicht geschehen. Gebt die Geiseln frei – sofort!“

Bereits am 7. September hatte Trump erklärt, eine Einigung mit Hamas über Waffenstillstand und Freilassung stehe kurz bevor. Von den 48 noch in Geiselhaft befindlichen Menschen sollen nach israelischen Schätzungen bis zu 20 am Leben sein. „Ja, ich denke, wir werden sie alle bekommen“, antwortete Trump auf die Frage, ob er sicher sei, dass das aktuelle Abkommen alle Geiseln freibringen könne. Die Äußerungen kamen nur wenige Stunden, nachdem er angekündigt hatte, dass Israel dem neuesten Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges zugestimmt habe.

Doch die Hamas reagierte ablehnend. Funktionär Bassem Naim erklärte, der amerikanische Vorschlag sei so ausgelegt, dass er zum Scheitern verurteilt sei, anstatt einen echten Weg zum Kriegsende zu eröffnen. Hamas fordere weiterhin einen vollständigen Abzug der israelischen Armee sowie einen umfassenden Gefangenenaustausch.

Israelische Medien berichteten, das Abkommen sehe vor, dass die geplante Einnahme von Gaza-Stadt ausgesetzt wird und stattdessen direkte Gespräche unter der Schirmherrschaft von Donald Trump beginnen. Während dieser Verhandlungen sollen die Kampfhandlungen ruhen, und die letzte Entscheidung würde beim US-Präsidenten selbst liegen.

Am ersten Tag einer solchen Feuerpause würden alle noch verbliebenen Geiseln freikommen. Im Gegenzug müsste Israel mehrere tausend palästinensische Häftlinge freilassen – darunter auch Terroristen, die wegen tödlicher Anschläge zu lebenslanger Haft verurteilt sind.

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Patrick Callahan

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