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MitgliederDer Verrat beginnt im Wort

Judenfeindschaft im öffentlichen Diskurs – Teil 6.

Sprache
Auschwitz. Foto: Shlomi Cohen/Flash90

Sprache schafft Wirklichkeit. Doch welche Realität entsteht, wenn die Begriffe entgleisen? Wenn Worte ihre Schärfe verlieren oder zur ideologischen Tarnung umgeprägt werden?

Wo die Sprache erodiert, verflüchtigt sich das Denken – und mit ihm die Fähigkeit zur Unterscheidung.

Es ist offensichtlich, dass sich die Gesellschaft aus Trägheit oder intellektueller Kapitulation einem sprachlichen und politischen Niveauverlust beugt – ein Verfall, der symptomatisch für eine umfassendere kollektive Verdummung steht.

Wer die Realität der Judenfeindschaft verschleiern will, bedient sich der Sprache – und nennt es Aufklärung.

Heute geschieht das nicht mehr durch plumpe Parolen, sondern durch wohlklingende Etiketten: Faktencheck, Wokeness, Toleranz, politische Korrektheit. Was als moralische Haltung erscheint, wird zur rhetorischen Disziplinierungsmaßnahme – und ersetzt die Frage nach Wahrheit durch die Frage nach Gesinnung.

 

LINGUA TERTII IMPERII

Viktor Klemperer war Romanist, Literaturprofessor, Jude – und als solcher in der NS-Zeit entrechtet, verfolgt, seiner beruflichen Existenz beraubt. Nur seine Ehe mit einer protestantischen Frau bewahrte ihn vor der Deportation. Er blieb in Dresden, lebte unter ständigem Druck,...

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Patrick Callahan

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