Draußen „passiert“ jetzt etwas. Die Luft ist erfüllt von einem wunderbaren Blütenduft. Die Sonne bittet darum, jeden Tag ein wenig länger zu bleiben, und alles ist voller Farben und Leben. Öffnen Sie einfach Ihre Augen, heben Sie den Kopf, öffnen Sie die Fenster Ihres Hauses und Ihres Herzens und lassen Sie den Frühling herein.
Der Frühling ist nicht nur eine Jahreszeit.
Er ist ein Angebot.
Eine sanfte Einladung zum Neubeginn. Zur Erneuerung.
Zum Erblühen.
Der Frühling berührt die Seele und den Wunsch, sich zu bewegen. Die Natur fragt nicht, ob sie blühen soll. Sie tut es einfach. Aber manchmal vergessen wir diesen natürlichen Vorgang. Beim Menschen erfordern das Aufblühen und die Erneuerung Einfühlungsvermögen, Vertrauen und manchmal auch Mut.
Der Frühling besteht aus:
- Längerem Tageslicht,
- Verwandlung in der Natur
- Und Veränderungen in der Luft
Der Frühling ist eine gute Zeit, um einen neuen Prozess zu beginnen, denn er bringt ein Gefühl von Ausdehnung und neuen Möglichkeiten mit sich. Er ist nicht nur ein jahreszeitlicher Wechsel, sondern eine Erinnerung daran, dass auch die tiefsten, eisigsten Dinge wieder erwachen können. Der Frühling lehrt uns natürliches, organisches Wachstum in einem Tempo, das für uns richtig ist. Wenn wir uns erlauben, uns in diesem Tempo zu bewegen, nicht zu schnell und nicht zu langsam, dann beginnen auch wir zu spüren, wie wir aufblühen. Manchmal braucht es nur einen Lichtstrahl, der durch den richtigen Spalt eintritt, und von da an öffnet sich der Weg von selbst. Dies erfordert mutige Selbstbeobachtung. Es erfordert eine innere Reinigung, die Untersuchung von Emotionen und Themen, die uns belasten, und die Schaffung von Raum für Wohlstand und Blüte an deren Stelle.
Einen Tag in der Natur zu verbringen oder auf eine Landschaft zu blicken, baut Stress ab, steigert die Vitalität und bringt das Leben in vernünftige Bahnen:
Kleine Veränderungen machen große Wellen – selbst eine einzige Veränderung.
Wie zum Beispiel morgens früh aufzustehen und sich dem Gebet zu widmen. Oder anfangen, ehrlich über die eigenen Gefühle zu sprechen. Oder vielleicht eine Pause von der Hektik zu machen. Manchmal kann eine einzige Handlung, die wir in Gang setzen, den Motor für einen großen Prozess bilden, ohne dass wir es merken.
Diese Zeit, in der sich alles um uns herum erneuert, ist eine kraftvolle Erinnerung daran, unser Leben an einen Ort zu lenken, der leicht und nicht schwer ist, und zu echter Freude zu finden.
Wie Kinder, die spontan in die Wellen springen, weil sich die Sonne endlich warm genug anfühlt, können auch wir uns für einen Moment entscheiden, frei zu sein und dieses natürliche Glück zu spüren, das sich „barfuß“ einstellt – sei es beim Spaziergang in der Natur, am Meer oder am Pool oder auf dem Balkon oder im Garten.
Ob wir uns nun entscheiden, Basilikum oder Geranien zu pflanzen. Oder ob wir anfangen, die Heilige Schrift zu studieren und uns in sie zu vertiefen. Oder einen Moment, bevor wir ein wichtiges Gespräch beginnen, das wir schon lange aufgeschoben haben. Oder einen Moment, bevor wir den Frühling hereinlassen, die Schwere des Winters und der Kälte abstreifen und die Leichtigkeit der Frühlingsluft in uns hineinlassen.
Denn genau wie die Bäume und die Blumen und die ganze Natur sind auch wir als Teil der Schöpfung und als Teil der Natur dazu bestimmt, zu blühen.




