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MitgliederJosef: Keine Freunde, aber nie allein

In dieser Reihe stellen wir besondere Menschen der israelischen Gesellschaft vor. Auch wenn viele von ihnen durchs Raster fallen, verdienen sie Aufmerksamkeit.

Foto: Alisa Ashkenasi

Josef, auch Jossi genannt, ist der jüngste von sechs Kindern. Seine Mutter war aus dem Kaukasus eingewandert und hatte in Israel geheiratet. In der Familie kam es zu Gewalt. Als der Vater ins Gefängnis kam, ließ die Mutter sich scheiden. Die Kinder wurden in verschiedene Anstalten gesteckt. Da hatte Josef gerade seine Bar Mizwa hinter sich.

Das Kinderdorf Amunah Neve Landi steht unter Aufsicht des Sozialministeriums. Hier leben Hochrisikokinder mit Verhaltensstörungen. Manche kommen nach erfolgloser psychiatrischer Behandlung dorthin. Jede Wohngruppe, „Familie“ genannt, hat professionelle Leiter, die mit im Haus leben.

Das hat leider auch Schattenseiten. Josef berichtet von Gewalt seitens des Personals, oft aus heiterem Himmel, wahrscheinlich auch aufgrund der Gewalt, die von den Kindern selbst ausgeht. Nach einem halben Jahr in dieser Einrichtung lief er weg. Es zog ihn nach Hause zu seiner Mutter. Als ich frage, ob sie sich gefreut hat, meint Josef: „Ich denke Nein. Aber ich habe sie nicht gefragt.“

 

JOSEF UND FUDGE

Man versuchte, Josef ins Hila-Projekt zu integrieren, mit dem der Staat auf die mangelhafte Bildung...

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Patrick Callahan

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