Neben meinem Lieblingscafé im Machane Jehuda Markt gibt es einen Stand mit Haushaltswaren. Da geht es immer geschäftig zu, und auf den ersten Blick scheint es keine Ordnung zu geben. Alles ist kunterbunt aufgetürmt, aber wenn man den Inhaber nach einem Artikel fragt, weiß er genau, in welchem Stapel sich das Verlangte befindet.
Jeden Morgen hat Josef ein Lächeln im Gesicht, wenn er beginnt, sein Sortiment aufzubauen. Ich habe ihn dabei beobachtet, es dauert fast eine Stunde. Alles hat seinen Platz, denn nur dann reicht der Raum für alles. Wenn Josefs Laden fertig ist, trägt er einen Stuhl heraus. Darauf sitzt er dann den ganzen Tag.
Josef feierte in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag. Seitdem hat er ein neues Smartphone. „Meine Kinder haben es mir geschenkt. Es ist koscher.“ Wie spannend seine Lebensgeschichte ist, hätte ich nie gedacht.
Er wurde in Teheran unter dem Namen Bahroz (persisch für „Feiertag“) geboren. Als Elektriker hatte er ein gutgehendes Geschäft. Zu seinen Kunden gehörten Leute in leitenden Positionen, die meisten kannte er persönlich. Aus diesem Grund...
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