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Sechszehn Monate sind seit dem 7. Oktober vergangen. Mehr und mehr wird mir bewusst, dass wir in einem wahrhaft historischen Moment leben. Aber dafür muss man das große Bild sehen. Steht man zu dicht an diesem Bild, entgeht es einem. Oft kann man den Weg, den man zurückgelegt hat, erst rückblickend verstehen. Dies wurde mir erneut anhand der biblischen Geschichte Josefs bewusst. Er ist nicht nur die klassische Messiasfigur in der Bibel und ein Hinweis auf den Erlöser (Parallelen zwischen Josef und Jesus habe ich schon oft erwähnt), sondern seine Geschichte erinnert uns daran, umzudenken und das große Bild zu sehen.
Josefs Offenbarung vor seinen Brüdern in Ägypten gehört zu den dramatischsten Ereignissen im ersten Buch der Bibel. „Ich bin Josef. Lebt mein Vater noch?“ Seine Brüder,...
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Man kann die aktuellen Ereignisse in Israel und der Welt nur mithilfe der Bibel und des Koran verstehen, allerdings darf man nicht den Fehler machen, die jetzigen Geschehnisse mit mit früheren biblischen Geschehnissen vergleichen zu wollen. Es mag viele Parallelen geben, weil sie Muster und Prinzipien, nach denen Gott an den Völkern handelt, sich nicht ändern, aber Gott wiederholt sein konkretes Handeln nicht, denn er tut nicht das Gleiche zweimal. Es geschehen immer neue Dinge, wenn sie auch oft einem bereits bekannten Muster folgen.
Man muss, wenn man die Gegenwart verstehen will, also die Zukunftsaussagen der Bibel heranziehen, nicht die historsichen Schilderungen, denn die Zukunftsaussagen erfüllen sich gerade. Was bereits geschen ist, ist geschehen und es geschieht nicht nocheinmal.
Im Moment erfüllen sich alle Ankündigungen der Propheten über unsere Zeit vor unseren Augen, das erkennt man, indem man die Vorhersagen dem Prinzip nach auf gegenwärtiges Geschehen anwendet. Dazu bedarf es der Weisheit und der Urteilskraft, nicht nur des Wissens und der Schiftkenntnis.
Wir können aus dem Vergangenen lernen, aber es erklärt die Gegenwart nicht, denn jetzt geschieht etwas ganz Neues, was es noch nie gab. Alle Propheten und Heiligen haben sich danach gesehnt, das zu sehen, was wir gerade zu sehen bekommen, aber die Menschen erkennen es nicht, weil sie entweder schlafen und abgelenkt sind andere Dinge für wichtiger und dringlicher halten oder weil sie die Schlüssel der Schriften nicht haben, die hier schließen.
Die Aussagen, die sich gerade erfüllen, sind oft in Nebensätzen und Andeutungen enthalten, bildhaft oder anhand von Beispielen und sie geben nur das Prinzip an, das sich hier oder dort verwirklicht, kein chronologisches konkretes Geschehen.
Mit den immergleichen historischen Vergleichen zu Schilderungen aus der Bibel kommt man nicht weiter, denn das erklärt nichts und man erkennt dadurch auch nicht, warum jetzt gerade das geschieht, was geschieht und wie die Entwicklung weiter geht.
Wer Einsicht und Weisheit will, der kann Gott jederzeit darum bitten und er wird sie erhalten. Wer glaubt, bereits genug zu verstehen und alles schon in ausreichendem Maße zu wissen, der schläft weiter und bekommt nicht viel mit.
Hallo Herr Wolf,
Ihr Kommentar ist SPITZE.
Gruß Holger Schröder