Die Angriffe vom 7. Oktober 2023 markierten das Ende der Zweistaatenlösung, sagte Knesset-Sprecher Amir Ohana am Donnerstag der zu Besuch weilenden Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, in Jerusalem.
„Heute habe ich @EP_President Roberta Metsola erneut in der Knesset empfangen, um über die Geiseln, den Iran und die Rolle der UNRWA bei der Anstachelung zum Terror zu sprechen“, twitterte Ohana. „Ich sagte ihr, dass die Hamas am 7. Oktober auch die sogenannte ‚Zweistaatenlösung‘ zerstört hat – und dankte ihr für ihre Solidarität seitdem.“
Today, I welcomed @EP_President Roberta Metsola back to the Knesset to discuss the hostages, Iran & UNRWA’s role in fueling terror.
I told her Hamas also killed the so-called „two-state solution“ on October 7th—and thanked her for her solidarity ever since 🇮🇱🇪🇺 pic.twitter.com/QUKTvHPSSN
— Amir Ohana – אמיר אוחנה (@AmirOhana) February 13, 2025
Ohana, Mitglied der Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der regierenden Koalition, machte das Bildungssystem in Gaza für die Anstachelung zur Gewalt verantwortlich und erklärte, dass nur der von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagene Ansatz eine neue Perspektive biete.
Der Plan des amerikanischen Präsidenten sieht die Umsiedlung von Gazanern in andere Länder vor, während die kriegsverwüstete Küstenenklave wiederaufgebaut, entradikalisiert und in ein entwickeltes Zentrum des Friedens mit Israel verwandelt wird.
Metsola traf sich am Donnerstag in der Knesset auch mit dem israelischen Außenminister Gideon Sa’ar.
Sie beschrieb die Treffen als „offene Gespräche in Jerusalem“ und fügte hinzu, dass die unmittelbare Priorität für das Europäische Parlament darin bestehe, „sicherzustellen, dass alle Geiseln freigelassen werden, dass der Waffenstillstand hält und die humanitäre Hilfe zunimmt“.
Die Hamas hält derzeit 76 Geiseln in Gaza fest, darunter 73, die während der Angriffe am 7. Oktober entführt wurden, bei denen über 250 Menschen als Geiseln genommen und rund 1.200 Menschen im Süden Israels getötet wurden.
Drei Geiseln sollen am Samstag als Teil der ersten Phase eines Waffenstillstands freigelassen werden, der am 19. Januar in Kraft trat, während über die zweite Phase verhandelt wird.
Israel hat damit gedroht, die Kämpfe gegen die Terrororganisation wieder aufzunehmen, falls die Geiseln nicht bis Samstagmittag freigelassen werden. Trump warnte die Hamas ebenfalls, nachdem die Organisation Anfang der Woche erklärt hatte, die für Samstag geplante Freilassung werde verschoben. Berichten zufolge wird die islamistische Gruppe jedoch am Donnerstag bekannt gegeben haben, dass sie mit der Freilassung von drei Männern fortfahren werde.
(JNS)




