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MitgliederWarum hat Gott uns erschaffen?

Oft fragen wir uns, wie der Mensch wohl erschaffen wurde und wann. Aber selten fragen wir uns: Warum hat Gott den Menschen erschaffen? Darüber erzählt die Bibel in zwei Versionen.

Gott
Foto: Shutterstock

Dieser Artikel erschien in der aktuellen September – Oktober – Ausgabe von Israel Heute. Israel Heute – Mitglieder lesen die Artikel zuerst. Noch kein Mitglied? Klicken Sie hier!

 

Zwei Schöpfungsgeschichten des Menschen zeigen ein kontrastreiches Bild des menschlichen Zwecks in der Welt. Im der ersten Version erschafft Gott den Menschen nach seinem Ebenbild (צֶלֶם) und in der zweiten Version fürchtet Gott die Ähnlichkeit zwischen Ihm und seinem Geschöpf. Was können wir aus jeder Version in der Bibel lernen?

Es gibt zahlreiche Auslegungen für die zwei unterschiedlichen Schöpfungsgeschichten und wie die Menschheit gemäß Bibel angefangen hat. Warum wurde der Mensch erschaffen, und was ist sein Status vor Gott? Warum erwählte Gott Israel und was ist Israels Status vor Gott? Makro und Mikro im Dienste Gottes – Der Mensch im allgemeinen vs. Israel im Besonderen.

Wer sich für das biblische Denken interessiert, stellt oft Fragen aus dem Nirgendwo, und das führt zum neuen Nachdenken für jene, die nach...

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Patrick Callahan

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3 Kommentare zu “Warum hat Gott uns erschaffen?”

  1. Danny sagt:

    Indem wir die beiden Schöpfungsberichte individuell betrachten und sie dann gegeneinander abgleichen, sehen wir, dass Gott die Schöpfung in ihrer Reihenfolge in 1. Mose 1 beschreibt und anschließend in 1. Mose 2 die wichtigsten Details hervorhebt, insbesondere den sechsten Tag betreffend. Es gibt keinen Widerspruch, vielmehr ein übliches literarisches Mittel, ein Ereignis zuerst generell zu schildern und dann in Details zu beschreiben.

    Wichtige Anmerkung:
    Die Schlange hat nicht die Wahrheit zu Eva geredet, sondern eine Halbwahrheit (Lüge), weil sonst hätte die Schlange ja Eva und anschließend Adam gar nicht verführen können. Der Wahrheit war, dass die gutes und böses unterscheiden können. Die Lüge war, dass die so sein würden wie Gott. Der Mensch wurde gut geschaffen und kannte das böse nicht. Gott ist gut und kennt das böse. Der Mensch erkannte das Böse aber nicht wie Gott, sondern durch Sünde (Trennung von Gott, Sündenfall). Durch die Trennung von Gott, der das Leben ist, erwarb sich der Mensch den Tod. Durch Ungehorsam bekamen die Menschen die Fähigkeit gutes und böses zu unterscheiden, aber die verloren ihren Status: „vollkommen gut“.

    Das einzige Verbot, das Gott den Menschen gab, wurde übertreten und so wurde das Bild des Menschen verzerrt und entstellt, der als Ebenbild Gottes, seine Herrlichkeit hier auf der Erde widerspiegeln sollte. Sie wurden zu bösen Menschen die wissen was gut ist, dennoch eher das böse tun. Moralisch ohne Kompass, allein mit dem Gewissen ausgestattet (gut) und dennoch die Lust der Augen, der Hochmut des Lebens im Körper (böse). Das hat sich bis heute nicht geändert, wenn wir das Böse, die Sünde mal so definieren wie Gott es in der Bibel tut.

  2. Danny sagt:

    Dementsprechend war das Handeln Gottes in 1. Mose 3,22 (Zugang zum Baum des Lebens verwehren) und 1. Mose 11,6 (Sprachenverwirrung) allein seiner Gnade zuzuordnen. Wenn man die Bibel liest dann stellt man nämlich Folgendes fest, der natürliche Mensch ist unverbesserlich, fragt nicht nach Gott, dankt ihm nicht und denkt nur an sich selbst. Dieser elende Zustand, würde ohne Gottes eingreifen ewig so weitergehen, daher war der Eingriff Gottes so nötig. Gott hatte den Menschen auch niemals den Auftrag gegeben einen Turm zu bauen, das war der Mensch in seinem eignen Hochmut (so sein zu wollen wie Gott). Obwohl der Turm im Grunde nicht das Problem wäre, wie hoch müsste er denn sein, um Gott zu erreichen? Unendlich hoch. Das Problem war das böse, gottlose und verfinsterte Herz des Menschen.

    Römer 3,23
    „…denn alle haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes“

    Der erste Mensch Adam hatte versagt, aber Gott sei Dank, gab er uns den zweiten Menschen (1. Kor 15,45-49), der vom Himmel kam und Mensch wurde, der vollkommen gut ist, in Abhängigkeit und Gehorsam von Gott lebte, der das Ebenbild Gottes als Mensch perfekt auf der Erde darstellte, der Sohn des lebendigen Gottes (Matthäus 16,16), Jesus Christus. Bildlich vorgeschattet im AT als Isaak und Abraham, war Jesus der menschgewordene Gottessohn, den der Vater als Sühnopfer (Lamm Gottes) da brachte um unsere Schuld zu bezahlen/bedecken.

    1.Korinther 15,21-22
    Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.

    Johannes 5,24
    Jesus sagt „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, ⟨der⟩ hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen.“

  3. Danny sagt:

    Gott hat nie eine zu starke Ähnlichkeit mit dem Menschen befürchtet, diese Auslegung höre ich tatsächlich zum ersten Mal. Gott wusste was er tat als er den Menschen schuf und er machte sie heilig und ohne Tadel, eben vollkommen gut. Heiligkeit ist überhaupt die Voraussetzung um Gemeinschaft mit Gott zu haben. Diese Gemeinschaft hatte Adam vor dem Sündenfall und diese Gemeinschaft, aber in noch tieferer Beziehung und höherer Stellung (Kinder Gottes ,Röm 8,14 / 1 Joh. 3,1 ), haben jetzt alle wiedergeborene Gläubige in Jesus Christus, dank seinem Opfer am Kreuz. Gottes Liebe wurde dadurch sichtbar, das er seinen einzigen Sohn gab, damit alle die an ihn glauben ewiges Leben haben können und nicht verloren gehen (Joh.3,16).

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