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Harte Worte zwischen Netanjahu und Macron zur Eskalation im Krieg mit der Hisbollah

Der französische Präsident hat Netanjahu vorgeworfen, die Region in einen größeren Konflikt zu stürzen.

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Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der französische Präsident Emmanuel Macron treffen sich am 10. Dezember 2017 im Élysée-Palast in Paris. Bildnachweis: Avi Ohayon/GPO.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der französische Präsident Emmanuel Macron haben vergangene Woche ein schwieriges Gespräch über die eskalierende Lage im Libanon geführt, berichtete der israelische Sender Channel 12 am Freitag.

Dem Bericht zufolge warf Macron, der das Gespräch initiiert hatte, dem israelischen Ministerpräsidenten vor, Israel und den Libanon an den Rand eines umfassenden Krieges gebracht zu haben.

„Die Verantwortung, eine Eskalation zu verhindern, liegt bei Ihnen. Sie können sich für eine diplomatische Lösung entscheiden. Jetzt ist die Zeit, Führung und Verantwortung zu zeigen. Ihre Aktivitäten im Norden treiben die Region in den Krieg“, wird Macron in dem Bericht zitiert.

Netanjahu antwortete: „Anstatt Druck auf uns auszuüben, ist es an der Zeit, Druck auf die Hisbollah auszuüben. Wir werden unser Volk [im Norden] nach Hause bringen. Das ist die Entscheidung, die wir diese Woche getroffen haben, und danach werden wir handeln“.

Am Donnerstag stimmte Frankreich für eine von der Palästinensischen Autonomiebehörde vorgeschlagene Resolution der UN-Generalversammlung, die Sanktionen und ein Waffenembargo gegen Israel vorsieht.

Israelische Beamte drückten ihre Enttäuschung über die Haltung von Paris aus, einschließlich der Unfähigkeit, diplomatischen Druck auf die Hisbollah auszuüben, um ihre Feindseligkeiten zu beenden, berichtete Channel 12.

„Ihr Franzosen tut, was ihr immer noch für diplomatisch notwendig haltet, und wir werden tun, was wir tun müssen“, sagten hochrangige Beamte in Jerusalem dem Bericht zufolge.

Eine französische Quelle merkte an, dass „eine diplomatische Einigung im Norden immer noch möglich ist, unter der Bedingung, dass alle Seiten Verantwortung übernehmen. Die jüngsten sicherheitspolitischen Entwicklungen sind beunruhigend, weil sie eine neue Eskalationsdynamik anheizen“.

Macron drückte dem libanesischen Volk in einem auf X hochgeladenen Video sein Mitgefühl aus und erklärte, dass „eine Eskalation in niemandes Interesse“ sei.


Nach dem zweitägigen Angriff im Libanon, bei dem Pager und Walkie-Talkies von Hisbollah-Aktivisten explodierten, Dutzende Menschen getötet und Tausende verletzt wurden, sagte Macron, der Libanon solle nicht „in Angst vor einem bevorstehenden Krieg leben“.

Er sagte: „Nichts – kein regionales Abenteuer, kein privates Interesse, keine Treue zu irgendeiner Sache – ist es wert, einen Konflikt im Libanon auszulösen. Die Integrität, Sicherheit und Souveränität des Libanon müssen gewahrt werden“, fügte er hinzu.

Es war nicht das erste Mal, dass Macron Israel und Netanyahu kritisierte.

Im März sagte er, dass die gewaltsame Umsiedlung von Bewohnern des Gazastreifens aus Rafah vor einer geplanten israelischen Militäroperation in der Stadt ein „Kriegsverbrechen“ darstelle.

Der französische Präsident sagte auch, dass Paris plane, einen Resolutionsentwurf in den UN-Sicherheitsrat einzubringen, der einen „sofortigen und dauerhaften Waffenstillstand“ fordere.

 

(JNS)

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Patrick Callahan

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3 Kommentare zu “Harte Worte zwischen Netanjahu und Macron zur Eskalation im Krieg mit der Hisbollah”

  1. J. Hofer sagt:

    „Die Integrität, Sicherheit und Souveränität des Libanon müssen gewahrt werden“, fügte er hinzu.“

    Und Israels Sicherheit? Israels Souveränität? Die ganze Welt mischt sich ein und meint es besser zu wissen und zu können. Ich denke, Macron hat in- und mit -Frankreich genug zu tun.

  2. Roland Kunz sagt:

    Frankreich hat seit Jahrzehnten und in steigender Intensität Probleme in den Banlieues, welche primär von Migranten aus magrebinischen, ehemaligen französischen Kolonialstaaten bewohnt werden. Diese muslimische Bevölkerung fordert Frankreich politisch, sozial und wirtschaftlich in höchstem Masse. Man würde annehmen, dass Frankreichs Präsident Verständnis hat für ein Land, das fast pausenlos von Gruppierungen gleicher Religionszugehörigkeit und gleicher radikaler Gesinnung auf Trab gehalten wird. Aber im Gegenteil: Solange es einfach Raketen auf Israel regnet, ist alles im grünen Bereich, aber wehe Israel wehr sich dagegen.
    Macron wählt für sich und den Staat Frankreich nach 1. Mose 12, 3 den Weg des Fluches. Die Folgen werden sichtbar werden.

  3. udin sagt:

    Macron hatte schon immer die Eigenschaften eines Opportunisten übererfüllt. Da ihm das Wasser bis zum Hals steht, fallen offensichtlich auch die letzten Schamgrenzen weg.

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