Ein Thema, vor dem sich der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu bisher gedrückt hat. In der Kabinettssitzung knallte es aus Wut der rechtsgerichteten Minister über die Ernennung eines internen IDF-Untersuchungsteams über das Versagen am 7. Oktober ohne Zustimmung der politischen Führung Israels. Gestern Abend haben wir auf unserem Telegram-Kanal darüber berichtet, dass die Armee nach 90 Tagen Krieg eine interne Untersuchung eingeleitet hat. Aber das zeigt einmal mehr, wovor ich in den letzten Wochen mehrfach gewarnt habe, nämlich dass unsere Führung einfach nicht lernt, ein Vorbild zu sein, besonders in einer Zeit, in der unsere Jungs und Mädchen das Land verteidigen. Man darf unterschiedlicher Meinung sein und diskutieren, aber wenn man nicht respektvoll reden kann, dann soll das lieber hinter geschlossenen Türen bleiben. Auch den Generalstabschef darf man kritisieren, aber mit Respekt. Und Respekt in der Volksführung ist verschwunden.
Ein dramatisches Treffen hochrangiger Minister, die langsam damit begannen, die zukünftige Verwaltung des Gazastreifens nach dem Krieg zu planen, endete Berichten zufolge am frühen Morgen in einem lauten und wütenden Streit am Tisch zwischen Ministern und Militärs. Es kam zum Knall, als die Minister die Pläne der Armee kritisierten, ihre eigenen Fehler zu untersuchen. Die Spannungen zwischen den rechtsgerichteten Ministern der Regierung und der Militärführung hatten sich schon lange aufgebaut, und gestern ging die Bombe hoch, als beide Seiten über die Zukunft des Gazastreifens sprechen wollten. Die Regierungskoalition träumt von neuen Hochhäusern im Gazastreifen (für die Israelis natürlich), die Militärführung will lieber darauf verzichten und einen vernünftigen Partner auf palästinensischer Seite finden, der dort die Kontrolle übernimmt.
Was die Minister nicht ertragen konnten, war die Tatsache, dass die Armee sich selbst für das Chaos am Schwarzen Schabbat im Süden Israels untersuchen will und nicht Namen außerhalb der Armee für die Untersuchung ausgewählt hat. Aber diese interne Untersuchung wird ohnehin nicht die offizielle und endgültige sein, sondern soll der Armeeführung helfen, die ersten Fehler während des Krieges zu verstehen und sie im Krieg nicht zu wiederholen. Der Vorfall ereignete sich zu einem Zeitpunkt, als der amerikanische Außenminister Antony Blinken sich auf den Weg in die Region machte, um die mit Spannung erwarteten Gespräche über Pläne zur Beendigung des Krieges und zur Übergabe der zivilen Kontrolle über den Gazastreifen zu führen.

Die Minister nahmen den Generalstabschef der israelischen Streitkräfte, Herzi Halevi, wegen des Zeitpunkts der Untersuchung und der Beteiligung eines ehemaligen Verteidigungsministers ins Visier, Shaul Mofaz, der das Amt während der Evakuierung der israelischen Siedlungen aus dem Gazastreifen im Sommer 2005 innehatte. Verteidigungsminister Yoav Galant und Minister Benny Gantz mussten Generalstabschef Halevi am Verhandlungstisch verteidigen.
Hier möchte ich Euch den Dialog von gestern Abend präsentieren, so wie er bis zum Knall gelaufen ist. Dieser Dialog ist irgendwie an die Medien durchgesickert, was besser nicht hätte geschehen sollen. Aber wenn es schon passiert ist, dann solltet auch ihr davon erfahren. Ein Kindergarten!
- Ministerin Miri Regev an den Stabschef: „Sie antworten mir nicht und ich möchte, dass das klar ist. Wir haben einige Fragen zum Verhalten der Armee, aber wir sagen uns immer wieder, dass dies nicht die Zeit ist, in der wir Krieg führen, und zu diesem Zeitpunkt beginnen Sie eine Untersuchung in der Armee?“.
- Minister Dudi Amsalem: „Warum brauchen Sie gerade jetzt eine Untersuchung? Das bringt die Offiziere in die Defensive, statt sich auf den Krieg und den Sieg zu konzentrieren!“
- Minister Yoav Galant: „Ich wusste nicht, dass ein internes Untersuchungsteam gebildet wurde, aber ich unterstütze den Stabschef.“
- Ministerin (Parteimitglied von Benny Gantz) Shasha Biton: „Der Mann (Generalstabschef) hat dir einmal, zweimal, fünfmal erklärt warum, warum greifst du ihn an?“
- Stabschef Herzi Halevi: „Wenn ich eine operative Untersuchung in der Armee benötige, brauche ich keine Genehmigung der Regierung. Das ermöglicht es, Lehren für andere Bereiche des Krieges zu ziehen“.
- Finanzminister Bezalel Smotritch: „Ich habe genug von der Armee, ich schweige und warte auf das Ende des Krieges“.

- Ministerin Shasha Biton: „Du hast genug von der Armee und nicht genug von deiner politischen Regierung? Das kann doch nicht wahr sein.
- Minister Bezalel Smotritch: „Es war jahrelang ein Fehler, dass die militärische Führung Israels die Strategie und Politik bestimmt hat und nicht umgekehrt. Von nun an werden wir der Armee die Strategie und die Politik vorgeben“.
- Ministerin Shasha Biton: „Ja, letztes Jahr war nur die Armee hier. Es gab keine Regierung im Land, nur die Armee“.
- Minister (Parteimitglied von Benny Gantz) Chili Trooper: „Wir haben auch genug davon und halten den Mund.“
- Minister für nationale Sicherheit Itamar Ben-Gvir: „Wieder ein falsches Konzept! Ihr bringt die Leute, die damals Gaza geräumt haben, um jetzt das Versagen in Gaza zu untersuchen.“
- Minister Benny Gantz an Ben-Gvir: „Itamar, wir hätten dich fast verpasst. Wir sehen, wie sich die Sicherheit im Land im letzten Jahr verbessert hat.“ Das ist zynisch gemeint. Eine Katastrophe.
- Regierungschef Benjamin Netanjahu: „Schluss! Wir müssen aufhören, wir machen ein anderes Mal weiter.“
Ich habe das ganze Protokoll gelesen und ich habe es noch viel mehr satt als die anwesenden Minister.
Bumm und Schluss! Das war zu viel für Bibi. So kann es nicht weitergehen. Was muss noch alles passieren, damit die Leute an der Spitze des Volkes wieder näher zusammenrücken und zuerst an das Volk denken und nicht an ihr politisches Ego? War der barbarische Überfall im Süden nicht genug? Israels Soldaten kämpfen im Auftrag der Regierung im Süden und im Norden und die Regierung streitet sich mit der Militärführung? Das ist einfach nicht zu fassen, und wer darüber am meisten verärgert ist, sind die israelischen Reservisten im Krieg, die in den letzten Tagen mehrere Clips in den sozialen Netzwerken veröffentlicht haben, in denen sie die Führer des Volkes auffordern, „den Mund zu halten, wenn sie nichts Produktives zu sagen haben. Wir opfern unser Leben im Krieg und ihr streitet Euch“.





Kritisieren ist ja soooooooo viel einfacher als selber richtig machen, generell….
und die zu kritisieren, die ihre Köpfe hinhalten und ihr Bestes geben…..da finde
ich tatsächlich keine Worte.
Am meisten freut sich der Feind, denn Uneinigkeit in der engsten Regierung macht es leichter einen Überfall zu planen da ja Alle so mit ihrem Ego beschäftigt sind. Gott bewahre und schütze „Unsere Kinder!!!“ L.G. Beate
Uneinigkeit und Egoismen können zum Desaster führen.
In der 🇪🇺 herrscht seit über 60 Jahren Uneinigkeit. Ein einziger unorganisierter Haufen. Deshalb sind die Europäer auch militärisch und außenpolitisch so schwach!!!
🇮🇱 sollte es besser machen!
Nun halte ich es nicht für schlimm, dass es zu Auseinandersetzungen kommt. Diese sollten allerdings besser nach der Befreiung Gazas von den Hamasterroristen geführt werden. Und dabei darf man nicht vergessen, dass alle Seiten Schuld auf sich geladen haben. Das wird und muss aufgearbeitet werden sobald die Zeit es erlaubt.
Beim Obersten Gerichtshof scheint man dies mehrheitlich schon wieder vergessen zu haben. Das macht mir im Moment am meisten Sorgen, denn auch der Oberste Gerichtshof trägt ein gerüttet Maß Schuld an der Katastrophe des 7.10.
Alles hat seine Zeit. Krieg hat seine Zeit, Kindergarten hat seine Zeit, Streit hat seine Zeit, Umkehr zum Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs hat seine Zeit.