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Empörung über Behandlung des israelischen UN-Botschafters

UN-Beamte versuchen, den Vorfall, der in den amerikanischen Medien hohe Wellen schlägt, herunterzuspielen.

Erdan
Der israelische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Gilad Erdan, wird festgehalten und abgeführt, nachdem er gegen eine Rede des iranischen Präsidenten protestiert hat. Foto: Screenshot

Die unwürdige Behandlung Israels durch die Vereinten Nationen wurde am Dienstag deutlich, als der Botschafter Gilad Erdan grob festgehalten und aus der Generalversammlung geführt wurde, weil er es gewagt hatte, gegen eine Rede des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi zu protestieren.

Als Raisi das Podium betrat, um zu sprechen, entrollte Erdan ein Poster von Mahsa Amini, einer 22-jährigen iranischen Frau, die vor einem Jahr von der iranischen Sittenpolizei“ ermordet wurde, weil sie ihr Haar in der Öffentlichkeit nicht richtig bedeckt hatte.

Auf dem Plakat stand: „Iranische Frauen verdienen JETZT Freiheit“.

Erdan wollte daraufhin den Saal der Generalversammlung verlassen, wurde aber von zwei UN-Sicherheitsbeamten aufgehalten. Erdan sagte später gegenüber Fox News, die Beamten hätten ihn mit „inakzeptabler“ Brutalität behandelt.

Berichten zufolge wurde der israelische Botschafter nach dem Eingreifen israelischer Diplomaten und Sicherheitsbeamter freigelassen. Später wies er darauf hin, dass andere Botschafter in ähnlicher Weise in der Generalversammlung protestiert hätten, beispielsweise im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine, und nicht festgenommen und gewaltsam hinausgeworfen worden seien.

„Während der Schlächter von Teheran vor der UNO spricht und von der internationalen Gemeinschaft respektiert wird, protestieren draußen Hunderte von Iranern, die die internationale Gemeinschaft auffordern, aufzuwachen und ihnen zu helfen“, erklärte Erdan. „Es ist eine Schande, dass die Mitgliedsstaaten einem Massenmörder weiter zuhören.“

„Es sollte nicht möglich sein, dass ein Mörder, der Blut an seinen Händen hat, hier bei der UNO eine Plattform erhält“, fügte er hinzu. „Ich habe die Rede verlassen, um deutlich zu machen, dass der Staat Israel an der Seite des iranischen Volkes steht. Ich rufe die internationale Gemeinschaft auf, den Wahnsinn zu stoppen und zu verhindern, dass Mörder und Antisemiten hierher kommen und vor der UNO sprechen.“


Vertreter der Vereinten Nationen versuchten, den Vorfall herunterzuspielen und behaupteten, Erdan sei nicht „festgenommen“ worden.

Stéphane Dujarric, Sprecher des UN-Generalsekretärs António Guterres, erklärte gegenüber JNS: „Es gab tatsächlich einen Zwischenfall, als ein ständiger Vertreter Israels den Gang hinunterging und während der Rede des iranischen Präsidenten in der Generalversammlung ein Foto entrollte. Der Botschafter wurde zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Form festgehalten. Soweit es uns betrifft, ist der Vorfall abgeschlossen“.

Während seiner Ausführungen zitierte Raisi häufig aus dem Koran, prangerte Islamophobie an, betonte die Unantastbarkeit der Familie und griff Israel mehrfach an. Er verwies auch auf die jahrzehntelange israelische „Besatzung“, beschuldigte Israel der Ermordung von Zivilisten und forderte die Schaffung eines Staates Palästina.

Er behauptete auch, dass der Iran keine Kriege unterstützt und dass die Vereinigten Staaten den Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (Joint Comprehensive Plan of Action), das Atomabkommen mit dem Iran aus dem Jahr 2015, „mit Füßen treten“. „Sie haben ungeheuerliche und einseitige Verbrechen begangen“, sagte er.

Iran strebe nach „friedlicher Kernenergie“ und nicht nach Atomwaffen, so Raisi.

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Patrick Callahan

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2 Kommentare zu “Empörung über Behandlung des israelischen UN-Botschafters”

  1. Andrew Manner sagt:

    Danke Gilad für soviel Mut und Eintreten für das unterdrückte und versklavte iranische Volk!
    Warum wird der iranische Präsident raisi und seine Schergen nicht genauso wie Putin vom Internationalen Gerichtshof für Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt, so daß er in den USA verhaftet werden könnte???

  2. Roland Kunz sagt:

    In Matthäus 24, 12 sagt Jesus, dass die Ungerechtigkeit überhand nehmen wird. Diese Voraussage erfüllt sich vor unseren Augen in exponentiell zunehmender Weise. Die UNO steht exemplarisch für diese negative Entwicklung, nicht nur in diesem grotesken Fall gegen Gilad Erdan. Jesus sagt aber auch, dass deshalb die Liebe in vielen erkalten wird. Das könnte auch ein Hinweis darauf sein, dass viele sich mit der Ungerechtigkeit abfinden. Ergo sollen wir nicht müde werden, die Ungerechtigkeit zu benennen und anzuprangern. Danke Gilad, danke Israel heute.

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