Verteidigungsminister Yoav Galant traf am Montagabend mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres im UN-Hauptquartier in New York zusammen und warnte vor einer drohenden Eskalation an Israels Nordgrenze.
Die Hisbollah ist ein Stellvertreter des Irans und verfügt heute über eine militärische Stärke, die mit der vieler nationaler Streitkräfte in der Region vergleichbar ist, einschließlich der des Gastgeberlandes Libanon. Der Iran hat in den letzten Jahren seine finanzielle und logistische Unterstützung für die Hisbollah und palästinensische Terrorgruppen wie die Hamas verstärkt, um die Region zu destabilisieren und Israel zu schwächen.
Galant sagte dem UN-Chef, dass „die Möglichkeit einer Eskalation an der Nordgrenze nach den Aktionen der Hisbollah, die die Souveränität Israels verletzen, zunimmt“. Er bezog sich dabei auf die jüngsten Vorfälle, bei denen Hisbollah-Kämpfer und mit ihnen verbundene Journalisten und libanesische Gesetzgeber an die Grenze kamen und israelische Soldaten provozierten. Außerdem überschritt die Hisbollah die von den Vereinten Nationen anerkannte Waffenstillstandslinie und errichtete einen kleinen Außenposten in dem von Israel kontrollierten Gebiet.
Siehe: ANALYSE: Die Möglichkeit eines Krieges zwischen Israel und der Hisbollah
Israel, betonte Galant, bestehe auf einem sofortigen Eingreifen der Vereinten Nationen, um die Spannungen abzubauen, indem die Bewegungsfreiheit der UNIFIL-Truppen in der Region gestärkt und ihr Mandat an der Nordgrenze umgesetzt werde. Um dem Ganzen Nachdruck zu verleihen, legte er dem UN-Generalsekretär Einzelheiten über die Stationierung von Hisbollah-Kräften entlang der Grenze vor und stellte klar, dass der Staat Israel gegen jede Verletzung der Souveränität und Bedrohung des Lebens seiner Bürger vorgehen werde.




