Am Morgen holte uns ein Beduinenfahrer in Sharm El Scheich vom Hotel ab. Die Fahrt zum Katharinenkloster dauert zweieinhalb Stunden. Auf dem Weg gibt es mehrere Kontrollpunkte. Der Fahrer muss der Polizei am Kontrollpunkt melden, wer im Auto sitzt. Wenn er dann, wie ich es früher erlebt habe, „Hada el-Jahud“ (das sind Juden) sagte, drehte sich immer mein Inneres um. „Itbah el-Jahud“ (tötet die Juden) kam mir dann in den Sinn. Auf unserer jetzigen Reise sagte der Fahrer nicht mehr „Hada el-Jahud“, sondern „Shin“. Unter Taxifahrern und Polizisten bedeutet das „jüdische Israelis“. Das klingt weicher und viel weniger bedrohlich.
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