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MitgliederNächster Halt: „Theokratie“?

Angesichts der Regierungsübernahme durch die religiöseste rechte Regierung, die Israel je hatte, machen sich säkulare Bürger Sorgen, wie sehr die Bibel und das Judentum ihr Leben bestimmen werden.

Ist die neue Regierung unter Netanjahu der erste Schritt zu einer modernen Theokratie im Staat Israel?
Ist die neue Regierung unter Netanjahu der erste Schritt zu einer modernen Theokratie im Staat Israel? Foto: Olivier Fitoussi/Flash90

Israels neue Regierung ist die religiöseste, die das Land je hatte. Parteien, die sich mit der einen oder anderen Strömung der jüdischen Orthodoxie identifizieren, machen die Hälfte ihrer Mitglieder aus. Aber auch viele Abgeordnete der Likud-Partei sind gottesfürchtig. Solche Juden haben jetzt also mehrheitlich die Zügel des jüdischen Staates in der Hand.

Die Progressiveren in Israels säkularer Bevölkerung beklagen, dass die Entwicklung das Land von seinen Verbündeten im liberalen Westen weg treibt. Jüngste Wahltrends deuten jedoch darauf hin, dass säkulare Israelis, die so denken, nicht mehr die Mehrheit stellen. Der jüdische Staat scheint sich in dieser Hinsicht von den einst christlichen Nationen Westeuropas und Nordamerikas zu entfernen.

Die Vereinigten Staaten sind vielleicht die letzte der westlichen Nationen, in der der christliche Glaube als politischer Vorteil angesehen werden kann, obwohl er gleichzeitig eine politische Belastung darstellt. In Israel treten sogar linke Politiker mit Rabbinern auf, weil sie wissen, wie wichtig es für ihre Wahlchancen ist, die Rolle der Religion...

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Patrick Callahan

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