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Endlich Regen in Israel! Aber brauchen wir ihn überhaupt noch?

Wir hatten bisher einen sehr schönen, sonnigen Sommer. Trotzdem beten wir für Regen in Israel.

Foto: Arie Leib Abrams/Flash90

Vor etwa zwei Wochen erklärten die Rabbiner Israels, es sei es an der Zeit, verstärkt für Regen in Israel zu beten. Der Sonnenschein und die milden Temperaturen im Land verstecken die Tatsache, dass es bisher kaum geregnet hat, was durchaus angenehm war.

In den Synagogen wurde nun ein spezielles Gebet für den Regen eingeschoben und nach einigen Tagen hat es gestern endlich angefangen heftig zu regnen. Die Temperatur ist um einige Grad gefallen, es ist sehr windig und es fühlt sich schon fast wie Winter an.

Der Wasserstand des See Genezareth liegt bei 210,53 Metern, was nur 1,73 Meter unter dem Höchststand ist. Der Wasserspiegel ist trotz wenig Regen so hoch, weil man mittlerweile entsalztes Meerwasser in den See pumpt. Mit drei großen Entsalzungsanlagen an der Mittelmeerküste hat sich Israel vom Regen unabhängig gemacht und hat noch Wasser übrig, um es nach Jordanien zu exportieren.

Dunkle Regenwolken über dem See Genezareth.
Dunkle Regenwolken über dem See Genezareth.

Aus biblischer Sicht ist diese Entwicklung jedoch möglicherweise nicht so positiv, wie sie scheint, denn das Volk Israel soll vom Regen abhängig sein.

„Wenn ihr nun in meinen Satzungen wandelt und meine Gebote befolgt und sie tut, so will ich euch Regen geben zu seiner Zeit, und das Land soll seinen Ertrag geben, und die Bäume auf dem Feld sollen ihre Früchte bringen.“

(3. Mose 26,4)

Der Zusammenhang zwischen der Erfüllung der göttlichen Gebote und dem Regen wird an mehreren anderen Bibelstellen ebenfalls betont. Die Rabbiner vergleichen Israels Situation mit Ägypten, wo der Nil für eine regelmäßige Wasserversorgung sorgt, während sich das jüdische Volk für sein Überleben an Gott wenden muss.

Die Entsalzungsanlagen trennen also diese Verbindung zu Gott. Das Volk will sich eher auf seine Technologie als auf seinen Gehorsam verlassen.

Rabbiner sind nicht gegen Entsalzungsanlagen, aber die Beziehung zu Gott sollte bestehen bleiben.

Diese Situation ist vielleicht mit einem Vater vergleichbar, der seinem erwachsenen Sohn sagt, „Ich gebe dir alles, was du brauchst, du musst mich nur anrufen und darum bitten.“

Der Sohn erwidert: „Nein danke, ich kümmere mich schon selbst um meine Bedürfnisse.“

Sollte der Sohn ihn ab jetzt überhaupt nicht mehr anrufen, dann wird der Vater mit dieser Antwort nicht zufrieden sein. Ruft er jedoch trotzdem weiterhin regelmäßig an, auch wenn er nichts benötigt, wird sich der Vater sogar noch mehr freuen, als er es vorher getan hat.

 

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Patrick Callahan

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3 Kommentare zu “Endlich Regen in Israel! Aber brauchen wir ihn überhaupt noch?”

  1. jotfried sagt:

    Mit der Wasserwirtschaft hat sich ISRAEL Weltruhm verdient. Das könnte noch erheblich mehr werden mit Kopie der Naturmethode, welche aus salzigem Meerwasser zunächst feuchte Luft macht, um — vom Winde (kostenlos) verweht — im Hinterland zu Wolken zu kondensieren für Regen

  2. Serubabel Zadok sagt:

    Es ist sehr gut, dass Israel drei Entsalzungsanlagen hat. Am besten Israel baut noch eine vierte Anlage für den Negev. Im Negev wird für die Landwirtschaft dringend Wasser benötigt.

  3. marie.luise.notar sagt:

    Der rabbinische Hinweis auf >>3. Mose 26,4 ist sehr zu begrüßen, trotz der immer mehr technischen Möglichkeiten, die Israel in Sachen Wasser entwickelt hat und auch weiterhin darin aktiv sein wird….
    Mit Sicherheit wird das Volk Israel NUR MIT GOTTES HILFE im Sinne der Segensversprechungen weiterhin leben und sich entwickeln können…die mehr oder weniger ständigen Terror-Szenarien sind nur EIN Beweis dafür…

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