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Shalom aus der Schweiz!

Neue Technologien ermöglichen es Archäologen, alte Botschaften zu entziffern. Eine Inschrift überraschte die Forscher ganz besonders.

Statue von Adrian von Bubenberg in Bern, Schweiz.
Statue von Adrian von Bubenberg in Bern, Schweiz. Foto: Wikicommons

Bei der Untersuchung von Graffiti an den Wänden um das Davidsgrab auf dem Berg Zion durch die Israelische Altertumsbehörde wurden mehr als vierzig kryptische mittelalterliche Botschaften in verschiedenen Sprachen entdeckt.

Zur Zeit des Mamlukenreiches pilgerten Christen aus Westeuropa nach Jerusalem und übernachteten in einer Herberge in einem Franziskanerkloster in der Nähe von König Davids Grab. Viele der Ritter, die hierher kamen, hinterließen ihre Unterschriften und Embleme ihrer Ritterschaft an den Steinwänden.

Dank neuer Technologien, die bei der Bewahrung der Schriftrollen vom Toten Meer entwickelt wurden, konnten diese Inschriften, die im Laufe der Jahrhunderte abgenutzt waren, entziffert werden.

Eine Inschrift überraschte die Forscher ganz besonders. Auf einer der Mauern befand sich eine in Kohle geschriebene Botschaft mit dem Namen und dem Familienwappen des Ritters Adrian von Bubenberg, der als einer der Schweizer Nationalhelden gilt.

Bubenbergs Inschrift an den Wänden des Grabes von König David in Jerusalem. Foto: Israelische Altertumsbehörde
Bubenbergs Inschrift an den Wänden des Grabes von König David in Jerusalem. Foto: Israelische Altertumsbehörde

Bubenberg, der 1424 als Sohn einer Schweizer Adelsfamilie geboren wurde, war ein Militär- und Staatsmann. Seine heroische Stellung in der Schweizer Geschichte verdankt er seiner hartnäckigen Verteidigung während der Belagerung von Murten. Zwölf Tage lang wurde die Stadt von den Truppen Karls, des Herzogs von Burgund, belagert, und Bubenberg gelang es, die Stadt 12 Tage lang zu halten, bis er von eidgenössischen Truppen abgelöst wurde, was zur entscheidenden Niederlage Karls führte.

Nach seinem Tod im Jahr 1479 wurde er in der Kathedrale von Bern beigesetzt, und seine Statue schmückt den Berner Stadtplatz. Viele Straßen in der Schweiz sind nach Bubenberg benannt.

Seine Insignien an den Wänden des Davidsgrabes sind ein weiteres Zeugnis für Bubenbergs Pilgerreise ins Heilige Land und nach Jerusalem im Jahr 1466. Auch sein Sohn Adrian II. unternahm eine ähnliche Pilgerreise ins Heilige Land, und es ist möglich, dass er derjenige war, der die Grüße an Jerusalem hinterließ.

In jedem Fall ist dies ein Hinweis auf die seit langem bestehenden Beziehungen zwischen der Schweiz und Israel.

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Patrick Callahan

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