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Zweiter Iran-Spionageversuch gegen Ex-Ministerpräsidenten Bennett vereitelt

Der Verdächtige soll über mehrere Monate mit seinen iranischen Auftraggebern über soziale Medien kommuniziert und für verschiedene Aufgaben bezahlt worden sein.

Der ehemalige israelische Ministerpräsident Naftali Bennett spricht am 9. Dezember 2025 auf der jährlichen Cyber Week an der Universität Tel Aviv. Foto: Avshalom Sassoni/Flash90
Der ehemalige israelische Ministerpräsident Naftali Bennett spricht am 9. Dezember 2025 auf der jährlichen Cyber Week an der Universität Tel Aviv. Foto: Avshalom Sassoni/Flash90

Der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet und die Israelische Polizei haben nach eigenen Angaben erneut einen Spionageversuch iranischer Geheimdienste gegen den ehemaligen Ministerpräsidenten Naftali Bennett aufgedeckt und einen Verdächtigen festgenommen.

Nach Angaben der Sicherheitsdienste handelt es sich um den 30-jährigen israelischen Staatsbürger Lekacho Demsash aus Rischon LeZion, der im vergangenen Monat in Gewahrsam genommen wurde. Die Ermittler gehen davon aus, dass er mehrere Aufträge von iranischen Kontakten erhalten hatte, darunter das Fotografieren von Standorten in seinem Wohnort und in der Nähe der Residenz von Bennett. Diese Tätigkeit sei Teil eines angeblichen iranischen Aufklärungsprogramms gewesen, das dazu dienen sollte, mögliche Angriffe vorzubereiten. Die Staatsanwaltschaft legte am Montag eine Anklage beim Bezirksgericht Lod vor.

Der Verdächtige soll über mehrere Monate mit seinen iranischen Auftraggebern über soziale Medien kommuniziert und für verschiedene Aufgaben bezahlt worden sein, beginnend mit einfachen Missionen und später mit gezielter Überwachung. Sicherheitskreise bewerten die Aktion als Teil einer Serie von iranisch gesteuerten Versuchen, israelische Staatsbürger für Spionage zu rekrutieren, oft mit der Aussicht auf finanzielle Anreize im Austausch für geheime Informationen.

Nach Angaben der Behörden ähnelt dieser Fall einem früheren, der vor rund einem Monat öffentlich bekannt wurde. Auch dort war ein Verdächtiger festgenommen worden, der im Auftrag iranischer Geheimdienste Überwachungsaufgaben in der Nähe von Bennetts Wohnsitz durchgeführt haben soll. Die Sicherheitsbehörden warnen die Bevölkerung davor, über soziale Netzwerke oder andere Kanäle Kontakt mit mutmaßlichen ausländischen Agenten aufzunehmen.

Die Aktionen kommen vor dem Hintergrund einer langen Geschichte von Spannungen zwischen Israel und dem Iran, insbesondere im Bereich der Geheimdienst- und Sicherheitslage. Internationale Spannungen und verdeckte Operationen zwischen den beiden Staaten haben in den letzten Jahren zugenommen, wobei israelische Dienste wiederholt vor iranisch gesteuerten Netzwerken in Israel gewarnt haben.

In den vergangenen zwei Jahren wurden laut Sicherheitskreisen Dutzende Israelis im Zusammenhang mit mutmaßlichen Spionageversuchen für den Iran angeklagt. Oft wurden diese über digitale Kommunikation oder soziale Medien angeworben und für das Sammeln von Informationen über strategische Ziele bezahlt.

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Patrick Callahan

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