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MitgliederZwei Worte fehlen: Gott und Demokratie

Demokratie und Gott signalisieren zwei Weltanschauungen, die nicht immer zusammenpassen.

Der ehemalige Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei einer feierlichen Regierungssitzung zum 70. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung, im Haus der Unabhängigkeit in Tel-Aviv Foto: Haim Zach/GPO

Zwei Worte fehlen in der israelischen Unabhängigkeitserklärung: Demokratie und Gott. Der hebräische Text in der Unabhängigkeitsrolle zählt 664 Worte, dreimal kommt der Begriff „jüdisch“ vor und 20-mal wird Israel erwähnt. Der Begriff Demokratie wurde im letzten Moment aus der historischen Erklärung gestrichen, dazu wurde nach einer heißen Debatte über mögliche Entwürfe der Abfassung auch Gott mit „Felsen Israel“ umgeschrieben. Zwei Worte, die den Charakter des jungen Staates bestimmen sollten, aber wahrscheinlich zu große Rivalen sind.

Zu dieser Zeit musste auch schon Israels erster Premierminister David Ben Gurion kreative Kompromisse vorschlagen, damit sich religiöse und säkulare Juden überhaupt auf eine Abfassung einigen konnten. Aus Sicht israelischer Historiker hatte Ben Gurion keine andere Wahl und musste im politischen und geistlichen Sinne die Mitte im Volk treffen. Im selben Atemzug und 73 Jahre später tobt dieselbe Spannung zwischen Gott und Demokratie in Israel. Zwei Begriffe, die Weltanschauungen formen und oft keine Brücke finden.

Die Demokratie wurde mit der Vision der Propheten...

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