Zwei Soldaten durch Handgranate getötet

Tragödie im Norden. Zwei israelische Soldaten sind gestern Morgen durch die Explosion einer Handgranate ums Leben gekommen, drei weitere Soldaten wurden verletzt. Die Handgranate explodierte in einem Fahrzeug der israelischen Armee in der Hand eines der Soldaten. Letzten Meldungen des israelischen Fernsehens zufolge hat es sich bei dem Vorfall um einen tragischen und vermeidbaren Unfall gehandelt.

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Tragödie im Norden. Zwei israelische Soldaten, Husam Tafash aus dem Drusendorf Beit Jann im Norden und Shlomo Rindenow aus dem Kibbutz Sde Yoav, sind gestern Morgen durch die Explosion einer Handgranate ums Leben gekommen, drei weitere Soldaten wurden verletzt. Die Handgranate explodierte in einem Fahrzeug der israelischen Armee in der Hand eines der Soldaten. Die Hintergründe des Vorfalles werden untersucht.

Der tragische Vorfall ereignete sich gestern gegen 7:10 Uhr Ortszeit, als ein Militär-Jeep der israelischen Armee von einer Patrouille entlang der syrischen Grenze zurückkehrte. Der Jeep näherte sich einem Konrollpunkt in der Nähe des Hermon-Bergs. Augenzeugenberichten zufolge hatte es eine Diskussion zwischen den Soldaten und dem Fahrer des Jeeps gegeben. Als sich der Jeep der Kontrollstelle der Armee näherte, verliess der Fahrer das Fahrzeug, zog den Stift aus einer Splittergranate und lief auf die Tür des Kommandanten zu. Als der Kommandant die Tür des Jeeps öffnete drang der Fahrer in das Fahrzeug ein und löste die Explosion der Granate aus.

Die israelische Armee hat eine Untersuchung des Falles eingeleitet, um zu erfahren, ob es sich um einen Unfall oder eine beabsichtige Tat des Soldaten gehandelt hat. Tatsache sei, so ein ranghoher Offizier, dass die Explosion durch eine geworfene Granate verursacht worden war.

Die Opfer

Shlomo Rindenow (20), war ein sogenannter „einsamer“ Soldat, das heisst, er befindet sich ohne Eltern in Israel. Er war vor zwei Jahren aus New Jersey, USA, nach Israel eingewandert. Er hinterlässt seine Eltern und 9 Geschwister, von denen 5 ebenfalls nach Israel eingewandert waren, um in der Armee zu dienen. Einer seiner Brüder, Jeff, wohnt noch in Israel, in Netzer Hazani. Die Wochenenden hatte Shlomo bei ihm verbracht. Die Eltern sind auf den Weg nach Israel.

Hamas Tafash (24) träumte von einer Karriere in der israelischen Armee. Er stammte aus dem drusischen Dorf Beit Jann im Norden des Landes. Erst vor einem Monat hatte er seinen Dienst in der Armee wieder aufgenommen. Eigentlich sollter er erst im Laufe des gestrigen Sonntags zum Dienst zurückkehren, aber ein Freund von ihm in der Einheit bat ihn, für ihn am Samstag einzuspringen.

Letzten Meldungen des israelischen Fernsehens zufolge hat es sich bei dem Vorfall um einen tragischen und vermeidbaren Unfall gehandelt. Hamas Tafash soll die Granate im Jeep gefunden und dann mit ihr rumgespielt haben. Seine Kameraden hätten ihn gewarnt, er solle die Granate beiseite liegen. Danach ereignete sich die Explosion.

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