Anlässlich des 120. Todestages von Benjamin Ze’ev Herzl, der am 26. Juli begangen wird, hat das Zionistische Archiv der Zionistischen Weltorganisation zum ersten Mal exklusive Dokumente aus Herzls Kindheit zugänglich gemacht, die bisher noch nicht veröffentlicht wurden.

Dies ist Herzls Zeugnis aus der Grundschule. Das Zeugnis ist aus dem Jahr 1868, als Herzl in der dritten Klasse war. Damals besuchte er die jüdische Schule „Pester israelitische Normal-Hauptschule“, in der man in zwei Sprachen – Ungarisch und Deutsch – lernte, daher wurde das Zeugnis in diesen beiden Sprachen geschrieben. Das Zeugnis enthält einen Hinweis auf Allgemeines zum Verhalten der Schüler und zu den verschiedenen Lernfächern. Herzl wird in dem Zeugnis als ein Schüler beschrieben, der bei seinem Studium Aufmerksamkeit zeigt. Er hat gute Manieren und Umgangsformen, nimmt den regelmäßigen Schulbesuch sehr genau und zeigt Fleiß beim Erledigen seiner Aufgaben.
Herzls Noten sind im Zeugnis aufgeführt, und es scheint, dass er in den Fächern Religion, Ungarisch, Deutsch, Naturwissenschaften und Mathematik eine „ausgezeichnete“ Note erhielt, während er in den hebräischen Fächern und im Gebrauch der Handschrift nur die Note „gut“ erhielt.

Ein weiteres Foto ist eine Aufnahme von Herzl zusammen mit seiner Schwester Paulina, die um 1870 gemacht wurde.
Damals war Herzl 10 Jahre alt. Dies sind Materialien, die uns ein wenig über Herzls Privatleben und seine Kindheit verraten.
Es ist klar, dass Herzl schon in jungen Jahren seinen Verstand und sein Engagement in hohem Maße unter Beweis stellte, und im Laufe der Jahre wurde er die mächtige und erhabene Persönlichkeit, die das jüdische Volk stark beeinflusst hat.
Dror Morag, Mitglied der Leitung der Zionistischen Weltorganisation: „Die neuen Materialien, die das zionistische Archiv enthüllt hat, erlauben es uns, uns an Benjamin Ze’ev Herzl zu erinnern und ihn neu zu bewerten, der auf beeindruckendem Wege die Grundlagen festigte und großen Einfluss auf die Geschichte des jüdischen Volkes hatte. Es ist faszinierend zu lesen und zu verstehen, wie religiöse Studien und Kernstudien sich in Engagement vereinten. Unsere Vergangenheit stärkt und befähigt uns hier für die Zukunft“.
Siehe auch: Herzl – Ein stolzer Jude mit jüdischem Stolz




