Weniger Palästinenser im Libanon

Wegen eingeschränkter Bürgerrechte haben „palästinensische Flüchtlinge“ kaum Chancen auf Eingliederung.

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Libanon
"Palästinenser" protestieren gegen das Vorgehen gegen palästinensische Arbeiter im südlichen Vorort von Beirut, Libanon Foto: EPA-EFE

Der für internationale Angelegenheiten der Hamas verantwortliche Mousa Abu Marzouq hat Anfang der Woche zugegeben, dass „Palästinensische Flüchtlinge“ im Libanon von Behörden des Landes wie der Immigrationsbehörde dazu ermutigt und sogar unter Druck gesetzt werden, das Land zu verlassen. So gehe die Zahl der Palästinenser im Land immer mehr zurück, berichtete Abu Marzouq.

Bei diesen „palästinensischen Flüchtlingen“ handelt es sich um Einwohner des Libanons, die mit stark eingeschränkten Bürgerrechten leben. Es sind Nachkommen der Araber, die 1948 während des Unabhängigkeitskrieges das Gebiet des Britischen Mandats, auf dem Israel seinen Staat ausrufen ließ, verlassen hatten. Libanesische palästinensische Flüchtlinge leben bis heute in „Flüchtlingslagern“, wobei es sich dabei um Dörfer und Städte mit befestigten Häusern handelt. Der Libanon weigert sich bis heute, diesen Menschen die Staatsbürgerschaft zu verleihen, und besteht darauf, dass sie eines Tages wieder in ihre „alte Heimat“ zurückgehen müssen. Dass immer mehr dieser Palästinenser den Libanon verlassen, überrascht nicht. Ihnen stehen beruflich nicht alle Wege offen, viele Berufszweige bleiben ihnen seitens der Behörden verwehrt. Wer die Chance hat, beispielsweise nach Amerika oder Europa auszuwandern, nutzt sie.

Die Situation der palästinensischen Flüchtlinge in anderen arabischen Staaten wie Jordanien oder Syrien ist nicht viel besser. Auch dort sind sie nie eingebürgert worden. Terrororganisationen wie die Hamas oder die Hisbollah geben immer öfter zu, dass Palästinenser als Druckmittel gegen Israel verwendet werden.

 

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