Die israelische Armee hat am Mittwochmorgen ihre Verpflichtung zur von den USA vermittelten Waffenruhe im Gazastreifen bekräftigt, nachdem diese am Vortag durch einen tödlichen Angriff der Hamas gefährdet worden war.
„Nach einer Reihe gezielter Angriffe, bei denen Dutzende Terrorziele und Terroristen getroffen wurden, hat die IDF nach der Verletzung der Vereinbarung durch die Terrororganisation Hamas mit der erneuten Durchsetzung des Abkommens begonnen“, erklärte das Militär in einer Stellungnahme.
Im Zuge der Vergeltungsmaßnahmen griff die israelische Luftwaffe mehr als 30 ranghohe Kommandeure verschiedener Terrororganisationen im Gazastreifen an. „Die IDF wird die Waffenruhe weiterhin einhalten und entschlossen auf jede Verletzung reagieren“, hieß es weiter.
Am Dienstag ist IDF-Mastersergeant (Res.) Yona Efraim Feldbaum im südlichen Gazastreifen gefallen. Nach Angaben des israelischen Armeesenders wurde sein Bulldozer während eines Einsatzes in Rafah von feindlichem Feuer getroffen. Rafah steht weiterhin unter Kontrolle der IDF – entsprechend den Bedingungen des Waffenstillstands.
Kurz nach dem ersten Angriff wurden zudem Panzerabwehrraketen auf ein gepanzertes IDF-Fahrzeug abgefeuert, weitere Opfer gab es jedoch nicht.
Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte am Dienstagabend mit, dieser habe nach einer Sicherheitsbesprechung die Armee angewiesen, „kraftvolle Angriffe im Gazastreifen durchzuführen“.
Auch US-Präsident Donald Trump stellte sich hinter Israels Vorgehen. Bei einem Gespräch mit Journalisten an Bord der „Air Force One“ sagte er: „Sie haben einen israelischen Soldaten getötet, also haben die Israelis zurückgeschlagen – und das sollen sie auch. Wenn so etwas passiert, müssen sie zurückschlagen.“




