Die britische Polizei untersucht die versuchte Entführung eines chassidischen jüdischen Mannes in Stamford Hill, einem überwiegend ultraorthodoxen Viertel im Norden Londons, wie britische Medien am Dienstag berichteten.
Der Vorfall ereignete sich Berichten zufolge am vergangenen Freitag, nur wenige Stunden vor Beginn des Schabbats.
Nach Angaben der Polizei war das Opfer „zu Fuß auf der Moundfield Road, N16, unterwegs, als ein Auto neben ihm anhielt und zwei männliche Personen ausstiegen. Einer der beiden Männer sprach das Opfer an und forderte es angeblich auf, in den Kofferraum des Wagens zu steigen, bevor er davonfuhr.“
Der örtliche Zweig der Nachbarschaftswächtergruppe Shomrim meldete den Vorfall. Nach Angaben der Gruppe endete der Vorfall, „als das Opfer sagte, er rufe die Polizei, und sich weitere Fahrzeuge näherten“.
Die Polizei teilte mit, sie habe Kenntnis von einer Videoaufnahme, die von Shomrim verbreitet wurde, und arbeite mit der Gemeinde zusammen, um die Verdächtigen zu ermitteln.
🚨#AttemptedKidnap#HateCrime #Antisemitism
👥 Jewish male threatened by 4 males who demanded he gets into the boot of their car!
🕵️♂️@Shomrim & @MetPoliceUK are appealing for info or sightings of a black VW T Cross EA24 VXF involved with the attempted Kidnap on Moundfield Road… pic.twitter.com/QguhkLPSRM
— Shomrim (Stamford Hill) (@Shomrim) April 28, 2024
Der Vorfall ereignete sich in einem überwiegend jüdischen Viertel Londons, das die größte Konzentration chassidischer Juden in Europa aufweist.
Die Zahl der antisemitischen Vorfälle in Großbritannien ist seit den Hamas-Anschlägen vom 7. Oktober sprunghaft angestiegen und liegt bei über 4.000. Einem Bericht des Community Security Trust zufolge ist dies doppelt so viel wie die Zahl der Vorfälle im gleichen Zeitraum des Jahres 2022.
(JNS)




