Verzweiflung in Gaza

Während Gaza immer tiefer in die Verzweiflung stürzt, wissen die Menschen zunehmend, dass es nur einen Schuldigen gibt: die Hamas

von Edy Cohen | | Themen: Palästinenser
Armut in Gaza Foto: Wissam Nassar/Flash90

Die wirtschaftliche Lage im Gazastreifen verschlechtert sich von Tag zu Tag und führt zu großer Frustration unter den dort lebenden Palästinensern. Die Arbeitslosigkeit erreichte im letzten Quartal 2021 bei den Männern 44,7 Prozent. Frauen arbeiten dort überhaupt nicht. Der Durchschnittslohn beträgt 655 NIS (210 Dollar) pro Monat.

Die meisten derjenigen, die in Gaza arbeiten, sind in der Landwirtschaft, im Transportwesen, im medizinischen Bereich oder als Fischer tätig. Es gibt auch „Regierungs“-Beschäftigte, die dem Terrorapparat der Hamas angehören. Diese erhalten ihre Gehälter erst mit Verspätung, wenn ihnen das Geld aus Katar überwiesen wird.

Der Gazastreifen sollte eigentlich von der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) finanziert werden, die jedoch seit langem keine Gelder mehr erhält. Grund dafür ist die Rivalität und Feindseligkeit zwischen der PA und der Hamas, ein Konflikt, der 2007 mit der Auflösung der Wahlen durch die Hamas und ihrer Übernahme des Gazastreifens begann.

Aufgrund dieser katastrophalen Lage versuchen viele Bewohner des Gazastreifens, über Ägypten oder über Judäa und Samaria zu fliehen.

In den letzten Monaten hat Israel etwa zehntausend Arbeitern aus dem Gazastreifen die Einreise nach Israel gestattet, um dort zu arbeiten. Viele von ihnen kehren nie nach Gaza zurück, sondern bleiben als illegale Arbeiter in Israel, wo sie Israel dem Alptraum Gaza vorziehen. Ein Arbeiter aus dem Gazastreifen kann mindestens 5.000 NIS (1.600 Dollar) im Monat verdienen, was im Vergleich zu dem, was dort verdient wird, ein astronomischer Betrag ist.

Entgegen den Prognosen erholt sich der Gazastreifen nicht. Alle Zusagen für den Wiederaufbau des Gazastreifens wurden nicht erfüllt, und die fehlende finanzielle Unterstützung durch die Golfstaaten und die westlichen Länder hat die Situation weiter verschlimmert, ganz zu schweigen von der Corona-Lage und ihren Auswirkungen auf das Gesundheitssystem. Sicherlich versucht die UNRWA seit mehr als 70 Jahren auf jede erdenkliche Weise, den Bewohnern zu helfen. Doch haben die naiven europäischen Länder die Palästinenser daran gewöhnt, von internationaler Hilfe zu leben und darauf zu vertrauen, während die arabischen Länder schon lange keine finanzielle Unterstützung mehr leisten. Die Länder sind jetzt mit ihren eigenen Problemen beschäftigt.

Arbeitslosigkeit, fehlende Elektrizität, die Einstellung der arabischen Hilfe, die Corona-Plage und obendrein die Korruption an der Spitze der Hamas sorgen für Unruhe und tiefe Verzweiflung in der Bevölkerung.

Voraussichtlich wird die Arbeitslosigkeit im ersten Quartal 2022 sinken, da die Beschränkungen gelockert werden und Israel Tausende von palästinensischen Arbeitern aus dem Gazastreifen nach Israel einreisen lässt.

Dennoch mehren sich die Anzeichen der Verzweiflung, die zu einer notwendigen Revolution führen könnten, wie in dem beigefügten Video eines Mannes aus Gaza zu sehen ist, der sich Hilfe suchend an die Toten auf dem Friedhof wendet, aber auch an Gott.

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