Verdienen jüdische Flüchtlinge auch Gerechtigkeit?

Am 30. November gedachte der Staat Israel der Deportation von 900.000 Juden aus muslimischen Ländern.

Verdienen jüdische Flüchtlinge auch Gerechtigkeit?
PINN HANS/GPO

Vor über zwei Jahren (70 Jahre zu spät) rief die israelische Regierung einen Ausschuss ins Leben, der den Wert des jüdischen Eigentums schätzen sollte, das durch die Verfolgungen, Festnahmen, Schikanen und Vertreibungen in den arabischen Ländern verloren ging.

Während das Flüchtlingsproblem der Palästinenser weltweit bekannt ist und immer wieder bis zur Erschöpfung aufkommt, wissen nur wenige aus der westlichen Welt, dass fast eine Million Juden zu Flüchtlingen wurden, als sie aus den arabischen Ländern vertrieben wurden, nachdem Israel ein Staat wurde. Einige dieser Flüchtlinge machten mit zionistischer Leidenschaft Alijah nach Israel. Die meisten flüchteten jedoch um ihr Leben.

Das Eigentum dieser in arabischen Nationen geborenen Juden wird auf Hunderte von Milliarden Dollar geschätzt. Darunter sind die den jüdischen Gemeinden in Dutzenden gehörenden, angeblich aber den arabischen Ländern gehörende Gebäude, — spektakuläre Synagogen, Fabriken und Privatbesitz — die beschlagnahmt wurden.

Jedes Mal, wenn der Staat Israel gezwungen war, in den Krieg zu ziehen (1948, 1967, 1973), rächten sich die arabischen Länder an ihren jüdischen Bürgern und machten diese zu Flüchtlingen. Der Höhepunkt dieser Übergriffe kam aus Ägypten und dem Irak, wo Zehntausende von Juden aus dem Staat vertrieben wurden, nachdem eine rassistische Gesetzgebung ähnlich der nationalsozialistischen deutschen Nürnberger Gesetze verabschiedet wurde. Gemäß dieser Gesetzgebung waren Juden, die Ägypten und den Irak verlassen wollten, gezwungen, Verzichte auf jegliche Rechte an ihrem Eigentum zu unterzeichnen und niemals in die Länder zurückzukehren, in denen sie schon seit mehr als 3000 Jahren vor den islamischen Invasionen gelebt hatten. In Syrien beschlagnahmte der Staat sämtliches Eigentum von Juden und vertrieb sie, bevor sie ihr Vermögen verkaufen konnten.

Diejenigen, die behaupten, dass die Juden in den arabischen Ländern in einem sogenannten „Goldenen Zeitalter“ in Frieden und Sicherheit lebten, verbreiten eine falsche Narrative. In den meisten arabischen Ländern gab es regelmäßig Pogrome, die sich gegen die Juden richteten. Ganz zu schweigen von willkürlichen Morden, Entführungen und Folterungen.

Wenn wir an die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Islam und den Christen im Nahen Osten denken, sollten wir uns an das bei den Muslimen schon seit Generationen gebräuchliche Sprichwort über Juden in den arabischen Ländern erinnern: „Zuerst befassen wir uns mit dem Sabbatvolk und dann mit dem Sonntagsvolk.“ Ihre Absicht war es, zuerst die Juden zu töten und dann die Christen aus allen islamischen Ländern zu eliminieren.

Wer die Geschehnisse im Nahen Osten verfolgt, der kommt nicht daran vorbei zu bemerken, dass Minderheiten, insbesondere Juden und Christen und ihre Gemeinden, in einem schnellen Tempo aus der Region verschwinden.

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