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Tacheles mit Aviel – Nicht aus Liebe zu den Palästinensern, sondern aus Hass auf Israel

Tacheles, offen und unverblümt sage ich meine Meinung. Morgen wird der Internationale Gerichtshof in Den Haag voraussichtlich sein erstes Urteil in dem Verfahren gegen Israel fällen.

Hamas
Zaka Mitarbeiter bergen Leichen aus dem von Hamas Terroristen zerstörten Kibbuz Kfar Aza, nahe der Grenze zwischen Israel und Gaza, im Süden Israels, am 15. Oktober 2023. Foto: Edi Israel/Flash90

Wie ihr wisst, wird Israel von Südafrika des Völkermordes angeklagt. Tacheles – alle sprechen von einem Massaker. Die Palästinenser, mit gewohnter Unterstützung des Westens, werfen Israel ein Massaker bis hin zum Genozid im Gazastreifen vor. Umgekehrt beschuldigt Israel die palästinensischen Hamas-Terroristen, am 7. Oktober ein Massaker verübt zu haben. Wenn man in Google News das Wort „Massaker“ eingibt, spuckt die Suchmaschine eine Rotation von Artikeln über Massaker aus, entweder das palästinensische Massaker am schwarzen Schabbat oder das israelische Massaker im Gazastreifen. Der einfache Mensch, der von nichts eine Ahnung hat – und das sind die meisten – sieht eine bemerkenswerte Auswahl grausamer Artikel, in denen jeder das Massaker woanders sieht. Jeder wählt, wer grausamer ist, wer Recht und wer Unrecht hat, Israel oder die Hamas. Auch ich wähle. Und ich weiß, dass ich nicht objektiv und neutral bin. Aber ich sage ganz klar: Israel begeht in Gaza kein Massaker, keinen Genozid oder Völkermord.

Siehe: Tacheles mit Aviel – Das Theaterspiel mit dem Völkermord

Das Wort Massaker stammt vom französischen „massacre“ und bedeutet Blutbad, Gemetzel. „Tötung von Menschen unter brutalsten und grausamsten Umständen, Massenmord. Im Krieg bezeichnet der Begriff die politisch oder ethnisch motivierte Ermordung von gefangenen Militärangehörigen, aber auch von wehrlosen Zivilisten.“ Das ist die klassische digitale Bedeutung im Netz.

Jeder beschuldigt den anderen des Massakers. Aus israelischer Sicht war der blutige Überfall am 7. Oktober, dem schwarzen Schabbat, ein Massaker. Es ist bis heute unfassbar, wie grausam die Menschen im Süden von Hamas-Terroristen überfallen und abgeschlachtet wurden. Alles wurde live mit ihren GoPro-Kameras gefilmt, aber nicht nur das, die Filme, wie sie Israelis erschießen, abschlachten, enthaupten und in den Gazastreifen entführen, wurden sofort über die sozialen Netzwerke verbreitet, begleitet vom ständigen Gebrüll „Allah hu Akhbar“. Um die 1.200 Israelis wurden an diesem Wochenende skrupellos aus Hass ermordet, darunter hunderte Jugendliche, die am Musikfestival Nova teilgenommen hatten. Frauen und Männer wurden nach Augenzeugenberichten gefoltert, vergewaltigt und entweder verbrannt oder erschossen. Babys wurden getötet und enthauptet, einer schwangeren Frau wurde mit einem Messer der Bauch aufgeschlitzt, das Baby herausgenommen und ermordet. Das und vieles mehr habe ich gesehen.

Israelische Soldaten neben den Leichen von Menschen, die von Hamas-Terroristen ermordet wurden, in der südisraelischen Stadt Sderot, 7. Oktober 2023. Foto: Jamal Awad/Flash90

Jeder normale Mensch, der diese Videos und Fotos sieht, versteht, dass dies der Definition von Blutbad und Massaker entspricht. Israel beschuldigt zu Recht die palästinensischen Hamas-Terroristen, die inzwischen auch als IS-Dschihadisten und Nazis bezeichnet werden, ein Massaker begangen zu haben. Alles aus blindem Hass auf Juden und Israelis. Aus ihrer Sicht ist ein solches Massaker gerechtfertigt, weil Israel in ihren Augen das Land erobert und besetzt hat, weshalb es unschuldige Menschen abschlachten, massakrieren und sexuell missbrauchen darf, sogar Mütter und Babys.

Auf der anderen Seite werfen die Palästinenser und die westliche Welt auch Israel vor, Massaker begangen zu haben. Und nicht nur das: Israel wurde dafür vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag wegen Völkermordes angeklagt. Arabische Fernsehsender wie Al-Jazeera berichten ununterbrochen von einem angeblichen Massaker und Völkermord im Gazastreifen. Sie zitieren israelische Politiker, die zum Völkermord aufrufen, wie Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu selbst, der die Hamas mit den Amalekitern gleichsetzt, die ausgerottet werden müssten. Oder ein Koalitionspartner, der eine Atombombe auf Gaza vorschlug. Auch das wird von den Feinden Israels schon fast als Völkermord angesehen. Der Unterschied ist nur, dass es sich um Worte und nicht um Taten handelt.

Palästinenser vor einem durch einen israelischen Luftangriff zerstörten Gebäude in Rafah, im südlichen Gazastreifen, am 24. Januar 2024. Foto von Abed Rahim Khatib/Flash90

Europäische Politiker betrachten die israelische Bodeninvasion im Gazastreifen als Massaker, weil sie die weitgehende Zerstörung im Gazastreifen sehen und den palästinensischen Todeszahlen glauben, die vom palästinensischen Gesundheitsministerium, der Hamas, veröffentlicht werden. Dieselbe Terrororganisation, die jahrelang die ganze Welt belogen hat, dass sie nicht aus UNRWA-Schulen geschossen hat, dass sie keine Waffen und Raketen in Krankenhäusern und Moscheen versteckt hat. Im Gaza-Krieg hat Israel der ganzen Welt gezeigt, wie die Hamas das zivile Umfeld für terroristische Zwecke missbraucht. Panzerfäuste und andere Waffen wurden in Schlafzimmern und Kindergärten gefunden. Tausende Tunnelschächte wurden gezählt, 5.700 an der Zahl, die meisten davon unter Wohnungen und Häusern und den meisten Krankenhäusern. Am Ende des Artikels füge ich den jüngsten Bericht des palästinensischen Medienbüros, Hamas, bei.

Im Hof einer Leichenhalle stehen Menschen neben den eingewickelten Leichen von Palästinensern, die bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen getötet wurden, am 24. Oktober 2023. Foto: Atia Mohammed/Flash90

Was macht ein Massaker zu einem Massaker? Die hohe Zahl der Toten oder die Grausamkeit der Tat? Die Palästinenser beklagen 30.000 Tote, ein Drittel davon Kinder. 7.000 Palästinenser gelten nach Angaben der Hamas als vermisst. Schreckliche Fotos und Filme von toten und schwer verletzten Palästinensern, Kindern und Zivilisten aus dem Gazastreifen gehen um die Welt. Das ist eine Tatsache, die ich nicht leugne. Es kommen unschuldige Palästinenser ums Leben, aber das sind die Folgen eines jeden Krieges. Im Gegensatz zu den israelischen Familien in den Kibbuzim hatte die palästinensische Zivilbevölkerung am 7. Oktober das Privileg, rechtzeitig vor den israelischen Bombardierungen gewarnt zu werden. Dazu wurden Flugblätter über den Wohnvierteln abgeworfen, Hunderttausende von SMS-Nachrichten verschickt, in denen die Palästinenser aufgefordert wurden, den Fluchtkorridor nach Süden zu nehmen, um ihre Familien zu retten. Israelische Soldaten sind nicht aus Hass hinter palästinensischen Familien und Zivilisten hergelaufen, um sie zu erschießen. Wenn jemand gezielt getötet wurde, hatte dies einen Grund und er war nicht unschuldig. In den sozialen Netzwerken haben Bewohner von Gaza in den letzten Wochen mehrfach vor laufender Kamera zugegeben, dass Hamas-Terroristen ihre Flucht in den Süden absichtlich blockieren, weil sie von der Hamas als menschliche Schutzschilde missbraucht werden.

Siehe auch: Tacheles mit Aviel – Israel ist kein Babysitter der Palästinenser

Aber es kommen auch unschuldige Palästinenser ums Leben, zum einen durch Fehler der israelischen Streitkräfte vor Ort. Auch innerhalb der israelischen Truppen kommt es zu „friendly fire“, bei dem sich israelische Soldaten gegenseitig erschießen. Das war nicht ihre Absicht, und genauso wenig war es ihre Absicht, palästinensische Kinder zu erschießen. Aber im Ausland sind tote palästinensische Kinder die beste Propaganda gegen Israel in den Medien. Israel wollte das nicht. Israelische Soldaten suchen keine Kinder mit dem Teleskop und schießen auf sie. Niemand spricht auch über palästinensische Frauen, die während des Krieges sexuell missbraucht wurden, oder über Kinder und Babys, die von israelischen Soldaten geköpft wurden. Das ist nicht das Niveau und der Stil von Israel.

Bilder der am 7. Oktober 2023 von der Terrororganisation Hamas ermordeten und entführten Teilnehmer des Musikfestivals Nova werden am 28. November 2023 am Ort des Massakers beim Musikfestival Nova in Re’im nahe der Grenze zwischen Israel und Gaza gezeigt. Foto von Yonatan Sindel/Flash90

Die Hamas-Terroristen haben an jenem Schabbat auch israelische Familien nicht verschont. Für sie sind alle Israelis – auch Babys, Kinder und Mütter – zionistische Feinde und Eroberer, die abgeschlachtet werden müssen. Und dazu gehört für sie auch sexueller Missbrauch. Die Hamas-Terroristen haben den israelischen Zivilisten keinen Fluchtkorridor gelassen. Nichts. Sie wurden alle zum Tode verurteilt. Als Rechtfertigung für das Massaker an den Juden dient allein die Begründung, dass sie in diesem Land zu Unrecht leben. Wegen der biblischen Verheißung, die sich vor 75 Jahren erfüllt hat, glauben Menschen in aller Welt, dass die Palästinenser das legitime Recht auf einen Befreiungskampf haben, einschließlich Blutbäder und Massaker.

Pro-palästinensische Demonstrantion in London, Großbritannien, am 21. Oktober 2023. Foto: EPA-EFE/ANDY RAIN

Grundsätzlich haben die meisten Menschen keine Ahnung vom israelisch-palästinensischen Konflikt. Die Leute, die für die Palästinenser demonstrieren, wissen nicht einmal, wo Israel auf der Weltkarte liegt, zwischen welchem Fluss und welcher Meeresküste. Aber sie wissen, dass Israel im Gazastreifen ein Massaker begeht, einen Völkermord. Sie wissen nicht einmal, dass die Hamas eine Terrororganisation ist. Ich frage mich, wer von den arabischen Demonstranten in Europa in den Nahen Osten zurückkehren und unter einem radikalen Hamas-Regime leben möchte. Niemand. Linksliberale Protestler haben entweder keine Ahnung, wer die Hamas ist, und wenn doch, dann wird keiner in den Gazastreifen ziehen. Wer will schon aus Kreuzberg oder Neukölln nach Rafah oder Dir el Balach im Gazastreifen ziehen?

Es geht nicht um die Palästinenser, es geht um Israel. Es gibt ein traditionelles hebräisches Sprichwort: „Nicht aus Liebe zu Mordechai, sondern aus Hass zu Haman“. Die pro-palästinensische Haltung kommt nicht aus Zuneigung zu den Palästinensern, sondern aus Abneigung gegen ihre Feinde – die Juden und Israel. Genauso wie im Zweiten Weltkrieg, als die Sowjetunion sich den Alliierten gegen Nazi-Deutschland anschloss, nicht aus Liebe zu Mordechai, sondern aus Hass auf Haman. Die Sowjetunion hat die Alliierten nicht geliebt. Und so ist es auch heute. Nicht aus Liebe zu den Palästinensern, sondern aus Hass auf Israel wird Israel beschuldigt, Massaker im Gazastreifen begangen zu haben und des Völkermordes angeklagt. Das ist es in einem Satz.

 


Bericht des palästinensischen Medienbüros der Hamas im Gazastreifen

Wir haben uns entschlossen, diesen Bericht so zu übersetzen, wie er in arabischer Sprache erschienen ist und wie die Hamas Israel sieht. Ob die Zahlen stimmen oder nicht, kann niemand wirklich überprüfen, auch die Palästinenser nicht. Kontrolliert die Zahlen selbst. Den Zahlen zufolge ist die Lage im Gazastreifen schlecht. Das ist wahr. Wir sind im Krieg. Aber stellt Fragen. Warum sind trotz der Warnungen Israels so viele Palästinenser getötet worden? Warum wurden fast 400 Moscheen bombardiert? Israel Heute zeigt auch die andere Seite des Konflikts.

Hier die Zahlen, wie sie die Hamas veröffentlicht hat:

  • 100 Tage völkermörderischer Krieg.
  • 2000 Massaker der Besatzungsarmee.
  • 31.000 Tote und Vermisste.
  • 23.968 Tote, die die Krankenhäuser erreicht haben.
  • 10.600 Kinder als Märtyrer.
  • 7.200 weibliche Gefallene.
  • 337 Märtyrer aus medizinischen Teams.
  • 45 Märtyrer des Zivilschutzes.
  • 117 Märtyrer unter Journalisten.
  • 7.000 Vermisste, davon 70% Kinder und Frauen.
  • 60.582 Verletzte.
  • 11.000 Schwerverletzte, die zur Behandlung transportiert werden müssen.
  • 10.000 vom Tod bedrohte Krebspatienten.
  • 99 Fälle von Inhaftierung von medizinischem Personal.
  • 9 inhaftierte Journalisten, deren Namen bekannt sind.
  • 2 Millionen Vertriebene im Gazastreifen.
  • 400.000 Infizierte mit Infektionskrankheiten als Folge der Vertreibung.
  • 134 Regierungsgebäude durch die Besatzung zerstört.
  • 95 Schulen und Universitäten durch die Besatzung vollständig zerstört.
  • 295 Schulen und Universitäten durch die Besatzung teilweise zerstört.
  • 150 Moscheen durch die Besatzung vollständig zerstört.
  • 245 Moscheen durch die Besatzung teilweise zerstört.
  • 3 Kirchen von der Besatzung angegriffen und zerstört.
  • 70.000 Wohnhäuser durch die Besatzung vollständig zerstört.
  • 290.000 Wohneinheiten durch die Besatzung teilweise zerstört und unbewohnbar gemacht.
  • 65.000 Tonnen Sprengstoff wurden von der Besatzung auf Gaza geworfen.
  • 30 Krankenhäuser durch die Besatzung außer Betrieb gesetzt.
  • 53 Gesundheitszentren wurden von der Besatzung außer Betrieb gesetzt.
  • 150 Gesundheitseinrichtungen teilweise von der Besatzung zerstört
  • 121 Krankenwagen von der Besatzung zerstört.
  • 200 archäologische Stätten und Kulturgüter von der Besatzung zerstört.

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Patrick Callahan

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3 Kommentare zu “Tacheles mit Aviel – Nicht aus Liebe zu den Palästinensern, sondern aus Hass auf Israel”

  1. Andrew Manner sagt:

    „…Ich frage mich, wer von den arabischen Demonstranten in Europa in den Nahen Osten zurückkehren und unter einem radikalen Hamas-Regime leben möchte. Niemand.
    …“
    Genau! – Die Linken und viele Grüne haben überhaupt keine Ahnung von Eurem Konflikt und lassen sich nur einfach vom linken Mainstream treiben.
    Satan benutzt nicht nur die willenlosen Palästinenser u.a. arabische Islamisten gegen Israel, sondern er schürt den Hass gegen Israel auf der ganzen Welt!
    Und dafür benutzt er die sozialen Medien.
    Ohne tiktok& co. hätte es nicht viele pro-palästinensische Demos in Europa gegeben! Und wenn dann vll.t mit <100 Teilnehmern.

  2. Bernd Lindner sagt:

    Anmerkung zu den von Hamas veröffentlichten Zahlen:
    65.000 t abgeworfener Sprengstoff entspricht die Menge von 150.000 Bomben vom Typ Mark-84, eine 2000 Pfund schwere Bombe mit knapp 430 kg Sprengstoff. Damit könnte man Gaza mehrfach (!) plattmachen, ganz zu Schweigen, dass die IAF allein dafür mehr als 50.000 Einsätze fliegen müsste (eine F-16 kann bis zu 4 dieser Bomben tragen, gewöhnlich nur 2).
    Die Zahlen, besonders die Großen, sind bewusst übertrieben.

    • Roland Kunz sagt:

      @ Bernd Lindner:
      Sehr richtig. Und 10’000 vom Tod bedrohte Krebspatienten werden auch gleich noch Israel zur Last gelegt.
      Aber wie Ariel richtig bemerkt, kann man mit diesen falschen Zahlen weltweit Hass gegen Israel schüren.
      In Matth. 24.12 sagt Jesus für die Endzeit voraus, dass die Ungerechtigkeit überhand nehmen wird. Jesus belässt es aber nicht bei dieser beunruhigenden Botschaft, in Vers 13 verkündet er den Beharrlichen den Lohn der Seligkeit. Und in Luk. 21.28 sagt er, dass wir – wenn dies anfängt zu geschehen – aufsehen und die Häupter erheben sollen, weil die Erlösung naht. Jesus sagt böse Zeiten voraus, aber in Joh.16.33 sagt er auch umfassende Hilfe zu, weil er die Welt mit all ihrem Bösen bereits überwunden hat.

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