Rückkehr zur Routine – Nicht alle sind zufrieden

Nach einer ruhigen Nacht kehrt man im Süden des Landes wieder zur Routine zurück. Doch nicht alle sind zufrieden und meinen, eine Gelegenheit verpasst zu haben, endlich für eine langfristige Ruhe zu sorgen.

Im Süden Israels, im Grenzgebiet zum Gazastreifen, darf man heute wieder zurück in die Routine. Die gestern von der israelischen Armee angeordneten Beschränkungen wurden nach einer ruhigen Nacht wieder aufgehoben.

Nach dem Raketeneinschlag in ein Wohnhaus in Beersheva wurde gestern der Schulunterricht abgesagt und die Versammlung von grösseren Menschengruppen untersagt. Der Zivilschutz der Armee hat die Öffentlichkeit heute aufgerufen, ihr alltägliches Leben fortzuführen. Vorausgegangen war eine Beratung des Kabinetts über eine mögliche Reaktion auf den Raketenangriff.

Bild: Das zerstörte Haus in Beersheva (Foto: Flash90)

Nicht alle waren von der Rückkehr in die Routine begeistert. Gadi Yarkoni, der Vorsitzende des Landkreises Eshkol, der besonders unter den Raketen und dem Feuerterror zu leiden hat, äußerte sich enttäuscht über die Entscheidung des Kabinetts, sich mit den gestrigen Angriffen der Luftwaffe auf einige Ziele der Hamas zufrieden zu geben.

„Wir hätten den gestrigen Vorfall in Beersheva nutzen sollen, um die Abschreckung wieder herzustellen, was leider nicht passiert ist“, sagte er in einem Interview für den israelischen Fernsehsender Channel 10. „Man muss keine Bodenoffensive im Gazastreifen starten, aber die Führer Gazas müssen Angst haben, auf der Straße zu gehen.“

„Gestern klang der Ministerpräsident in einem Gespräch mit uns entschlossen, bedeutende Maßnahmen zu ergreifen .Heute früh waren wir überrascht, dass nicht getan wurde und dass wir zurück zur Routine kehren.“

Was die Sitzung des Kabinetts betrifft, so wurden den Ministern auferlegt, keine Interviews bezüglich der Themen zu geben, die während der fünfeinhalb stündigen Sitzung diskutiert wurden.

Video: Das von einer Rakete zerstörte Haus in Beersheva

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