MitgliederReductio ad Hitlerum: Netanjahu der Judeo-Nazi

Der politische Austausch in Israel wird immer feindseliger, seit Vergleiche zu Hitler und dem Nazi-Regime immer geläufiger werden.

von Tsvi Sadan | | Themen: Benjamin Netanjahu
Foto: Flash90

Reductio ad Hitlerum (lateinisch „Rückführung auf Hitler“) bezeichnet einen logischen Fehlschluss. Die von Leo Strauss geprägte Phrase beschreibt folgendes Schema: Hitler fand Gefallen an neoklassischer Kunst, daher ist die Neoklassik eine Form der Nazikunst. Hitler glaubte an das Prinzip der traditionellen Familie, daher ist die Idee der traditionellen Familie eine Nazi-Idee.

Man möchte meinen, dass Israelis die letzten seien, die ihre Mitjuden mit Hitler und den Nazis vergleichen, allein schon aus dem Grund, dass solch ein Vergleich nicht nur den Holocaust verharmlost, sondern diesen auch noch negiert.

Traugigerweise haben Israelis einander seit weitaus längerer Zeit mit Nazis verglichen, als man meinen möchte. Im Jahr 1933 bezeichnete der spätere erste israelische Premierminister David Ben Gurion seinen politischen Rivalen Zeev (Vladimir) Jabotinsky als „Vladimir Hitler“. Fairerweise muss gesagt werden, dass Ben Gurion diese Aussage noch vor dem Holocaust traf.

Und nach dem Holocaust? Israelis, die eine Verbindung zwischen dem heutigen Israel und dem Deutschland der 1930er ziehen, haben absolut keine Entschuldigung. Und doch tun sie es, in fehlgeleiteten Versuchen, das Ansehen Israels oder ihrer...

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