Kaum hat die israelische Regierung dem Drängen der Palästinenser nachgegeben, die Leichen getöteter Terroristen an deren Angehörige zurückzugeben, sehen sich die Israelis mit ungeheuerlichen Vorwürfen konfrontiert. Der Vertreter der Palästinensischen Autonomiebehörde bei den Vereinten Nationen hat behauptet, Israel entnehme den getöteten Palästinensern ihre Organe. Israel weist diese Behauptung scharf zurück. Ein Abgeordneter sprach von „reiner Verleumdung.“
In einem Brief an den UN-Generalsekretär beschwert sich der palästinensische UN-Botschafter Riyad Mansour heftig über „Israels anhaltende Aggression gegen das palästinensische Volk, die sich nun schon über Monate hinzieht“. Mansour nennt Israels Vorgehen „ein Beharren auf den Einsatz von Gewalt und repressiven Maßnahmen.“ Er geht dann sogar so weit, dass er behauptet, die Besatzungsmacht würde toten Palästinensern deren Organe stehlen: „Wir bekommen die Leichen ohne Hornhäute und andere Organe. Und das passierte nicht zum ersten Mal.“
Der israelische UN-Gesandte Danny Danon bezeichnete den Vorwurf als „Blut-Verleumdung“. Der Vorgang zeigte „das wahre anti-semitische Gesicht des palästinensischen Botschafters“.
Der Organraub-Vorwurf gegen Israel ist nicht neu. Schon im Jahr 2009 schrieb die schwedische Zeitung Aftonbladet von solchen Vorwürfen, ohne sie beweisen zu können. Auch das Time Magazine berichtete im Jahr 2014 darüber, druckte aber kurz darauf einen Widerruf. Israelische Offizielle machten darauf aufmerksam, dass sie auf bekannten antisemitischen Verleumdungen basierten.
Bild: Beerdigung eines getöteten palästinensischen Terroristen in Hebron. Foto: Flash 90




