Ohne Maske durch die Stadt

Ein erster Spaziergang durch die Stadt ohne Maske und ein paar Worte über unser erstes Bibelquiz, das israelischer nicht sein konnte

Ohne Maske durch die Stadt
Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Gestern ist es nun passiert. Gerne hätte ich noch etwas gewartet, aber wir hatten keine andere Wahl, das Thermometer in unserem Garten zeigte beeindruckende 42 Grad im Schatten. Zum ersten Mal in diesem Jahr schaltete ich unsere Klimaanlage ein. Es war einfach wunderbar. Meine Sorge vor der nächsten Stromrechnung war sofort verschwunden. Gestern hatten wir den bisher heißesten Tag des Jahres, da ist einem alles egal.

Pünktlich zu Beginn der israelischen Hitze kam auch die Befreiung von der Maske im Freien. Und da meine Kollegen und ich uns gestern wieder zu unserer wöchentlichen Redaktionssitzung in Jerusalem trafen, hatte ich die Gelegenheit, dieses neue Gefühl der Freiheit, das Gehen ohne Maske, bei einem Spaziergang durch die Stadt auszuprobieren. Wie versprochen habe ich einige Momente in einem kurzen Video festgehalten, damit auch Sie, liebe Leser, etwas von diesem neuen Lebensgefühl hier bei uns mitbekommen können.

Die gute Nachricht, dass wir draußen die Maske in der Tasche lassen können, scheint noch nicht alle erreicht zu haben. Vielleicht haben sich die Menschen nach einem Jahr Maskenpflicht auch einfach daran gewöhnt. Aber sehen Sie selbst, begleiten Sie mich auf meinem etwa zehnminütigen Spaziergang durch die Fußgängerzone und der Jaffastraße in Jerusalem:

Es war ein tolles Gefühl, ohne die Maske gehen zu können. Zu Beginn fühlte es sich tatsächlich etwas eigenartig an, aber ich empfand ein enormes Gefühl der Freude. Schön, dass wir uns jetzt über uns früher als selbstverständlich erscheinende Dinge freuen können.

Auch Israels Studenten kehren jetzt langsam wieder auf den Campus zurück. Spätestens im kommenden Studienjahr wird wohl auch unsere Tochter nur noch in der Hochschule sein. Und ab der kommenden Woche wird sie immerhin schon zweimal die Woche endlich zusammen mit ihren Mitstudenten lernen können. Das ist schon etwas ganz anderes, anstatt den ganzen Tag vor dem Bildschirm zu sitzen, besonders bei den praktischen Kursen und davon gibt es beim Studiengang Textildesign eine ganze Menge. Aber darüber kann ich ein anderes Mal erzählen. Unsere Wohnung wird nun bald nicht mehr wie ein Design Studio aussehen, mit Fäden, Scheren, Farben und Stoffreste, die überall herumliegen. Unsere Tochter freut sich, nun bald das echte Studentenleben zu beginnen.

Endlich ohne Zoom. Studenten auf dem Skopusberg – Campus in Jerusalem.

Zoom ist wirklich eine tolle Sache, das haben auch wir hier bei Israel heute erkannt. Aber nichts geht über das wirkliche Zusammensein, auch wenn wir hier bei uns versucht haben, das Beste aus dieser Situation im Coronajahr zu machen. Und solange Sie, liebe Leser, uns noch nicht besuchen können, werden wir auch weiterhin mithilfe unserer Zoom-Veranstaltungen mit Ihnen in Kontakt bleiben, um Ihnen Israel so nah wie möglich zu bringen.

Eine dieser besonderen Veranstaltungen war unser erstes Bibelquiz, mit dem wir Ihnen etwas von den Feiern zum 73. Geburtstag unseres Landes näherbringen wollten. Und es war in der Tat ein sehr israelisches Ereignis. Es war nie langweilig und wie wir Israelis nun mal sind, haben wir auch oft gleichzeitig gesprochen. Auch etwas “Balagan” (בלגן – hebräisch für “Chaos”) war mit dabei. Wir hatten uns entschieden, dieses Quiz zusammen mit unseren Kollegen und Lesern der englischen Seite Israel Today zu veranstalten, denn wir alle sind wie eine große Familie. Ich gebe zu, es war nicht immer einfach, aber es hat uns allen enorm viel Spaß gemacht. Und besonders ich habe sehr viel dabei gelernt, denn ich bin nun mal nicht unbedingt das, was man einen Bibelkenner nennen könnte. Dafür hatten wir meinen lieben Kollegen David Lazarus, der unsere Fragen mit vielen interessanten und wichtigen Hintergründen ergänzte, die dann von meiner Kollegin Ayala mit viel Ruhe ins Deutsche übersetzt wurde. Natürlich ging nicht immer alles glatt und da wir nun Mal Israelis sind, gab es hier und da auch ein paar Pannen, aber es hat uns sehr viel Spaß gemacht. Und da man aus Fehlern nur lernen kann, bin ich sicher, dass es bei unserer nächsten Veranstaltungen nur noch besser gehen kann. Und jetzt noch einmal ein großes Dankeschön an alle meine Kollegen und an unsere Mitglieder, die mit dabei waren. Toda Raba!

Und jetzt zurück zum Wetter. Nach der großen Hitze von gestern, sollen die Temperaturen um etwa 12 Grad sinken, aber das heißt nicht, dass es jetzt kühl werden wird.

Es fehlen nur noch die Touristen, der Strand von Tel Aviv, gestern.

Das Wetter für heute in Israel

Teilweise bewölkt und deutlich “kühler” als gestern, aber noch immer sehr warm. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 31 Grad, Tel Aviv 31 Grad, Haifa 28 Grad, Tiberias am See Genezareth 36 Grad, am Toten Meer 37 Grad, Beersheva 32 Grad, Eilat am Roten Meer 36 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei – 209,105 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 30,5 Zentimeter bis zur oberen Grenze.

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen wunderbaren Dienstag. Machen Sie es gut.

 

Schalom aus Modiin!

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