Wochenbeginn und Winterzeit

Nach einer Stunde mehr Schlaf meldete sich pünktlich zur Winterzeit auch der Regen zurück

von Dov Eilon | | Themen: Guten Morgen
Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Guten Morgen liebe Leser!

Haben Sie daran gedacht, die Uhren umzustellen? Seit heute haben wir wieder die Winterzeit, die ja eigentlich die korrekte Zeit ist. Wir konnten in der vergangenen Nacht eine Stunde mehr schlafen, was gerade nach dem Wochenende eine nette Sache ist. Besonders unser Jüngster war mehr als zufrieden, als er um 1 Uhr nachts vom Kino nach Hause kam und sah, wie ich gerade unserer Uhren einfach schon auf 12 Uhr zurückstellte. „Jesh!“, rief er begeistert. Übersetzt bedeutet das eigentlich „es ist da“, „es gibt“, aber man sagt es auch, wenn man von etwas begeistert ist, wenn etwas eingetreten ist, das man sich sehr gewünscht hatte. Jesh!

Aber irgendwie vertraue ich der Technologie nicht und verlasse mich nicht darauf, dass die Uhrzeit auf meinem Handy automatisch umgestellt wird. Ich benutze in der Nacht der Zeitumstellung immer noch einen ganz normalen analogen Wecker, um sicher zu sein, morgens pünktlich aufzustehen. Aber die Technologie hat funktioniert, wie ich es mitten in der Nacht feststellen konnte. Irgendwie schlafe ich in dieser Nacht immer etwas schlechter, wohl aus Sorge vor einer Panne beim Übergang in die Winterzeit.

Heute früh war dann völlig klar, dass wir die Winterzeit begonnen haben. Draußen war es bewölkt und es regnete, ich war überrascht, irgendwie hatte ich mich an das ständig warme und sommerliche Wetter gewöhnt. Und wenn wir gerade vom Wetter reden, dann gebe ich Ihnen jetzt schonmal den Wetterbericht für heute.

Nicht zu sehen, aber es regnete wirklich heute früh. Blick von unserem Garten.

 

Das Wetter für heute in Israel

Meistens bewölkt mit einem weiteren Rückgang der Temperaturen. Vereinzelte Regenschauer und Gewitter. In der Judäischen Wüste und am Toten Meer besteht die Gefahr von Blitzfluten. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 20 Grad, Tel Aviv 26 Grad, Haifa 23 Grad, Tiberias am See Genezareth 23 Grad, am Toten Meer 28 Grad, Beersheva 25 Grad, Eilat am Roten Meer 28  Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist weiter gesunken und liegt jetzt bei – 210,475 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 1,675 Meter bis zur oberen Grenze.

Das war jetzt endlich ein etwas herbstlicher Wetterbericht, aber keine Sorge, wir leben in Israel und bis es hier wirklich kühler und winterlich werden wird, wird noch einige Zeit vergehen. Schon morgen sollen die Temperaturen wieder steigen und die 30 Grad Marke erreichen. Aber heute können wir erst einmal ein paar frische Regentropfen genießen.

Nachdem wir also heute eine Stunde länger schlafen konnten, musste heute die ganze Familie aus dem Haus gebracht werden. Unser Sohn musste zurück in die Armee, unsere Tochter in die Hochschule und auch meine Frau hat heute einiges außer Haus zu erledigen. Am Sonntagmorgen ist das eine besondere Herausforderung. Die Haltestellen sind voller wartender Menschen, die Straßen nach Jerusalem sind verstopft,  und auch der Zug nach Tel Aviv war laut Bericht meiner Tochter überfüllt. Corona? Was war das noch mal?

Nicht nur am Sonntagmorgen sind Israels Straßen überfüllt

Ja, die Sache mit dem Verkehr ist wohl DIE Herausforderung für unser Land in den kommenden Jahren. Die Lage kann eigentlich nur besser werden, in etwa einem Jahr soll im Großraum Tel Aviv, Gush Dan, die erste Linie der Straßenbahn ihren Dienst aufnehmen. Die Line führt über und zum Teil auch unter der Erde von Petach Tikva über Bnei Brak, Ramat Gan, Tel Aviv und Jaffa bis nach Bat Yam. Im kommenden Jahr werden die Straßenbahnen noch leer durch Gush Dan fahren, bis es dann hoffentlich in einem Jahr so richtig los geht. Aber mit der Einhaltung von Terminen ist das hier bei uns so eine Sache. Aber dieses Problem kennt man auch in Berlin, oder? 😉

Die erste Testfahrt der Straßenbahn von Petach Tikva nach Bat Yam

Und jetzt noch kurz etwas zum Titelbild. Am Freitag fand in Jerusalem nach einer zweieinhalbjährigen Pause endlich wieder der traditionelle Marathon statt. Normalerweise wird er im Frühling abgehalten, aber wegen Corona ist eben alles anders. Mehr als 17.000 Menschen gingen an den Start und liefen durch die Straßen Jerusalems. Jetzt wünschen wir uns noch mehr Normalität und viele Touristen, die die Möglichkeit nutzen werden, Israel wieder besuchen zu können, auch wenn es immer noch etwa kompliziert sein mag.

Mehr als 17.000 Menschen liefen am Freitag durch die Straßen Jerusalems

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen Sonntag. Machen Sie es gut und bleiben Sie gesund.

 

Schalom aus Modiin!

 

Israel Today Newsletter

Daily news

FREE to your inbox

Israel Heute Newsletter

Tägliche Nachrichten

KOSTENLOS in Ihrer Inbox