Bei allem Respekt, Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist für die unmögliche Situation im Volk selbst schuld. Und damit meine ich, dass eine fast unausführbare Regierungskoalition zustande gekommen ist. Das ist das Resultat der politischen Entwicklung in den letzten Jahren.
Obwohl Netanjahu und seine Likud-Partei technisch immer die Mehrheit im israelischen Parlament hatten, war seine Regierungskoalition niemals stabil genug. Nun ist er zum vierten Mal daran gescheitert, eine Koalition zu bilden. Das haben seine Gegner ausgenutzt. Das heißt Demokratie.
Natürlich kann man nun Naftali Bennett vorwerfen, er habe seine Wahlversprechen gebrochen. Den Wählern hatte er versichert, er werde mit Jesch Atid und Yair Lapid keine politische Bruderschaft eingehen. Aber die politischen Spielregeln sind über die Jahre hinweg von Netanjahu geändert worden, wen wundert’s also, dass nun auch Bennett nach ihnen spielt. Allerdings nicht ganz ohne Konsequenzen, momentan werden Naftali Bennett und seine Parteikollegin Ayelet Shaked von rechten Wählern im Land, besonders den Likudwählern, regelrecht gekreuzigt.
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