Netanjahu zu Zuckerberg: Facebook ist voreingenommen gegen mich

Netanjahu scheint noch etwas mit Trump gemeinsam zu haben

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Benjamin Netanjahu
Foto: Olivier Fitoussi/Flash90

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist der Ansicht, dass Facebook gegen konservative Wähler in Israel voreingenommen ist und somit seine Chancen auf eine Wiederwahl beeinträchtigt.

Berichten zufolge hat Netanyahu letzte Woche Mark Zuckerberg, den Geschäftsführer von Facebook, angerufen, um ihm dies zu sagen.

Ha’aretz berichtete, dass Netanjahu Zuckerberg gebeten habe, „die Fairness der Wahlen sicherzustellen und vernünftig und fair zu handeln“, während sich die Israelis darauf vorbereiten, am 2. März erneut zur Wahl zu gehen.

Laut dem Bericht vermied Zuckerberg es, Netanyahus Behauptung direkt anzusprechen, versprach jedoch, „wachsam zu bleiben“.

Vor den vorherigen Wahlen in Israel im September setzte Facebook einen Chatbot aus, der von Netanjahus Wahlkampfteam betrieben wurde und der die Israelis vor der Gefahr gewarnt hatte, für arabische Kandidaten zu stimmen.

Wie bei vielen konservativen Medien weltweit hat auch die Reichweite der rechten israelischen Facebook-Seiten nach Änderungen des Facebook-Algorithmus in den letzten Jahren erheblich abgenommen.

Als er 2018 vor dem Kongress erschien, wurde Zuckerberg direkt gefragt, ob sein riesiges soziales Medium versuche, konservative Stimmen zum Schweigen zu bringen, worauf er antwortete, dass sogar Holocaustleugner ihre Ansichten auf Facebook veröffentlichen dürften.

Die US-Konservativen waren jedoch nicht überzeugt und stellten fest, dass zwar jeder auf Facebook posten kann, die Richtlinien und Algorithmen des Unternehmens jedoch häufig dazu führten, dass diese Posts nur von sehr wenigen gesehen wurden.

Wenn dies auch in Israel geschieht, könnte dies für Netanjahu problematisch werden, der sich wie US-Präsident Donald Trump zunehmend auf soziale Medien verlässt, um linksgerichtete Mainstream-Medien zu umgehen und direkt mit der israelischen Öffentlichkeit zu sprechen.

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