Nach Brüssel: Umdenken bei Flughafen-Sicherheit

Seit den Anschlägen vom Dienstag in Brüssel wird in vielen europäischen Ländern über die Flughafensicherheit diskutiert. In israelischen Medien erläutern israelische Sicherheitsexperten, wo den Europäern bislang Fehler unterlaufen sind und wie Israel es schafft, dass der Flughafen in Tel Aviv sicher ist…

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Seit den Anschlägen vom Dienstag in Brüssel wird in vielen europäischen Ländern über die Flughafensicherheit diskutiert. In israelischen Medien erläutern israelische Sicherheitsexperten, wo den Europäern bislang Fehler unterlaufen sind und wie Israel es schafft, dass der Flughafen in Tel Aviv sicher ist.

Der Terroranschlag auf den belgischen Zaventem-Flughafen hat die israelischen Experten nicht überrascht. „In Sachen Flughafenabsicherung hinken die Europäer Israel 40 Jahre hinterher“, kommentierte Pini Shif, der ehemalige Verantwortliche für Sicherheit bei der israelischen Flughafenbehörde.

Der Ben-Gurion-Flughafen bei Tel Aviv hat verschiedene Schichten der Sicherheit, bevor die Passagiere am Terminal ankommen. Das Sicherheitspersonal hat Zugriff auf die Passagierlisten, sie gleichen diese Informationen mit den Listen von unter Beobachtung stehenden Personen ab, um sofort zu wissen, wer einer erweiterten Sicherheitskontrolle unterzogen werden muss.

Den ersten Checkpoint gibt es schon an der Einfahrt auf das Flughafengelände (Bild), wo die Posten die Passagiere und die Personen, die diese zum Flughafen bringen, überprüft werden. Der zweite Checkpoint befindet sich an den Eingängen zum Flughafengebäude, wo Passagiere die verdächtig erscheinen, bereits kurz kontrolliert werden.

In Europa kann dagegen jeder, der will, ohne Kontrolle in das Terminal gehen und auch Gepäck hineinbringen, denn der erste Sicherheitscheck findet erst nach der Abfertigung der Passagiere statt, nachdem die Koffer bereits aufgegeben sind.

Shlomo Har-Noi, dessen Firma Shadma sich auf die Absicherung kritischer Infrastruktur spezialisiert hat, meint, dass man in Europa und den USA ungeheure Summen für High-Tech-Überwachungssysteme investiert, aber damit den Krieg von gestern kämpft. Man investiere nicht in das kritische Element der Menschenkenntnis, in dem die israelischen Sicherheitsposten an den israelischen Flughäfen intensiv geschult sind.

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