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Milorad Dodik: Eine ungewöhnliche, aber leidenschaftliche pro-israelische Stimme in Europa

Der Balkan-Politiker fordert Europa heraus, indem er sich offen für den jüdischen Staat einsetzt.

Milorad Dodik, der Führer der Republika Srpska, nimmt am 27. März 2025 an einer vom Ministerium für Diaspora-Angelegenheiten organisierten Konferenz im Internationalen Kongresszentrum in Jerusalem teil. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Milorad Dodik – der erfahrene serbische Staatsmann und ehemalige Präsident der Republika Srpska – landete diese Woche in Jerusalem, nicht als gewöhnlicher ausländischer Würdenträger, sondern als leidenschaftlicher und engagierter Verbündeter des jüdischen Staates auf der Internationalen Konferenz zur Bekämpfung von Antisemitismus – Generation of Truth. Seine Anwesenheit, obwohl in westlichen Hauptstädten wenig bekannt, unterstreicht eine sich entwickelnde Konstellation der Unterstützung für Israel, die über traditionelle geopolitische Grenzen hinausgeht.

Auf Einladung des israelischen Ministeriums für Diaspora-Angelegenheiten trifft Dodik mit hochrangigen israelischen Beamten und Vertretern aus der gesamten demokratischen Welt zusammen – und wird vom israelischen Parlament für seine Zusammenarbeit mit Jerusalem geehrt werden.

Wer ist Milorad Dodik?

Dodik (geb. 1959) ist ein erfahrener Politiker aus der serbisch dominierten Entität Bosnien und Herzegowinas, der Republika Srpska – einer von zwei politischen Entitäten, die im Rahmen des Dayton-Abkommens neben der bosnisch-kroatischen Föderation geschaffen wurden. Er war mehrfach Präsident und Premierminister der Republika Srpska und ist seit Jahrzehnten eine prägende Stimme für die serbische nationale Identität.

Was ihn heute bemerkenswert macht – und für Israel relevant –, ist nicht nur seine politische Langlebigkeit, sondern auch seine konsequente Bekräftigung des Rechts Israels auf Existenz und Selbstverteidigung sowie seine unverblümte Kritik am Antisemitismus. In Erklärungen vor und während seines Aufenthalts in Israel hat Dodik die Sicherheitsherausforderungen des jüdischen Staates, einschließlich des anhaltenden Krieges mit der Hamas, im Sinne der universellen Selbstverteidigung und des nationalen Überlebens dargestellt – Themen, die Israelis und Juden weltweit vertraut sind.

Eine Solidarität, die in gemeinsamen historischen Erinnerungen verwurzelt ist

Dodiks Verbundenheit mit Israel wurzelt – nach seinen eigenen Worten – in den gemeinsamen Erinnerungen an Leid und Überleben. Er beruft sich oft auf die Geschichte der Serben und Juden während des Zweiten Weltkriegs und betont die Schrecken, die beide Völker unter völkermörderischen Regimes erlitten haben. Diese historische Parallele prägt seine Rhetorik über Bedrohungen der nationalen Existenz und externe Delegitimierung.

Bei einem früheren Besuch in Jerusalem im Jahr 2025 erklärte er gegenüber JNS, dass die Republika Srpska und Israel viele Gemeinsamkeiten hätten: Beide seien mit anhaltenden Bemühungen konfrontiert, ihnen das Recht auf eine unabhängige Existenz abzusprechen, und beide Staatschefs (er selbst und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu) seien aufgrund ihrer Überzeugungen politischen Angriffen ausgesetzt.

Kritiker in Europa und Bosnien haben die Optik von Dodiks Teilnahme an der Seite westlicher Staatschefs und jüdischer Antisemitismusbekämpfer in Frage gestellt – insbesondere angesichts seiner nationalistischen Rhetorik und seines Widerstands gegen die zentralen Institutionen in Sarajevo. Dennoch fand seine Botschaft der Solidarität mit Israel im Kampf gegen Antisemitismus in Jerusalem Gehör.

Über die Politik hinaus: Strategische Implikationen

Was Dodiks Besuch so bedeutend macht – insbesondere für das israelische Publikum – sind nicht nur seine persönlichen Überzeugungen, sondern auch die strategische Botschaft, für die er steht: dass die Unterstützung für Israel heute nicht mehr auf alte Allianzen oder vorhersehbare Blöcke beschränkt ist, sondern an unerwarteten Orten entsteht, wo sich Politiker mit Israels Kampf gegen Delegitimierung, existenzielle Bedrohungen und Geschichtsrevisionismus identifizieren.

Für Israel bietet die Zusammenarbeit mit Persönlichkeiten wie Dodik die Möglichkeit, internationale Allianzen in einer Welt zu erweitern, in der Antisemitismus und antiisraelische Stimmung oft als moralische Kritik getarnt sind. Für Analysten, die die Trends in der globalen Geopolitik beobachten, signalisiert Dodiks Anwesenheit auf der internationalen Konferenz in Jerusalem eine subtile Verschiebung – eine Verschiebung, bei der gemeinsame Werte wie nationale Souveränität, historisches Gedächtnis und die Abwehr hasserfüllter Ideologien Brücken über Gräben schlagen können, die einst als unüberwindbar galten.

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Patrick Callahan

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