Marokkanische Christen sehen Hoffnung in der neuen Regierung

Die jüngsten Wahlen haben dem starken politischen Einfluss der Muslimbruderschaft ein Ende gesetzt und geben den Christen in Marokko neuen Optimismus

von Rami Dabbas | | Themen: Christen
Ein junger Israeli läuft mit der marokkanischen Flagge auf einer riesigen Flagge der Stadt Jerusalem. Foto: Kobi Gideon/GPO

Marokkanische Christen fordern vom neuen marokkanischen Premierminister Aziz Akhannouch die Erfüllung ihrer langjährigen Forderungen, darunter die Möglichkeit, religiöse Rituale wie Eheschließungen in offiziellen Kirchen durchzuführen.

In einem offenen Brief an den neuen Premierminister fordern die Petenten außerdem das Recht, ihren Kindern christliche Namen zu geben, ihre Toten christlich zu beerdigen und in den staatlichen Schulen einen alternativen christlichen Unterricht zu erhalten.

Die Christen betonten weiterhin, sie seien „patriotisch wie immer“ und fühlten sich verpflichtet, „Marokko gegen alle Feinde zu verteidigen“.

Schätzungen setzen die Anzahl der Christen in Marokko auf rund 30.000 römisch-katholische und 10.000 protestantische Christen, von denen viele afrikanische Migranten sind.

Saeed, ein marokkanischer Christ, sagte gegenüber Israel Heute: „Die neue liberale Regierung muss der Präsenz der marokkanischen Christen auf der religiösen Landkarte Rechnung tragen. Die christlichen Marokkaner sollten in der Lage sein, ihre religiösen Rituale frei auszuüben und nicht schikaniert zu werden“.

Er forderte die neue Regierung auf, einige der Forderungen der Christen zu übernehmen, die er wie folgt zusammenfasste: „Erlaubnis, Kindern christliche Namen zu geben, Bestattung nach christlichen Ritualen und fakultativer Religionsunterricht für marokkanische Christen in marokkanischen Bildungseinrichtungen sowie die Ausübung religiöser Rituale in Kirchen statt in Häusern.“

Es ist bemerkenswert, dass bei den jüngsten Wahlen in Marokko die Muslimbruderschaft gestürzt wurde, ein weiterer Schlag für die Gruppe neben vielen anderen in der arabischen Welt. Dies gibt Anlass zu Optimismus hinsichtlich der Religionsfreiheit im Königreich Marokko, insbesondere nach dem Normalisierungsabkommen zwischen Marokko und dem Staat Israel vor einem Jahr. Der Trend geht zu mehr Offenheit in Politik und Religion.

Israel Today Newsletter

Daily news

FREE to your inbox

Israel Heute Newsletter

Tägliche Nachrichten

KOSTENLOS in Ihrer Inbox